Sam Smith über "Stay With Me"-Streit mit Tom Petty

Sam Smith über "Stay With Me"-Streit mit Tom Petty

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 3 min
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Sam Smith (34) hat sich Jahre nach dem Urheberrechtsstreit um den Welthit "Stay With Me" noch einmal ausführlich zu der Auseinandersetzung mit Tom Petty (†66) geäußert – und dabei großes Bedauern eingeräumt. Im Podcast "Alchemy With Anthony Mason" erzählte der Popstar, dass Tom ihm kurz vor den Grammy Awards 2015 einen persönlichen Brief geschickt hatte. Darin habe Tom offenbar versucht, versöhnliche Worte für die angespannte Situation zu finden. Sam war damals jedoch so wütend über die Urheberrechtsauseinandersetzung, dass das Schreiben unbeantwortet blieb. Heute würde Sam ganz anders handeln. "Ich bedaure zutiefst, dass ich ihm nie geantwortet habe. Ich habe ihm nie zurückgeschrieben. Ich war einfach ein etwas freches, queeres 22-jähriges Kind. Aber ich hätte ihm definitiv zurückschreiben sollen", erklärte Sam im Podcast. Zu einer persönlichen Aussprache kann es nicht mehr kommen. Tom starb 2017 im Alter von 66 Jahren.

Ausgelöst hatte den Streit die Ähnlichkeit zwischen der 2014 erschienenen Ballade "Stay With Me" und Toms Single "I Won't Back Down" aus dem Jahr 1989. Tom und Jeff Lynne wurden nachträglich als Songwriter geführt und erhielten 12,5 Prozent der Tantiemen. Sam betonte im Podcast, den Klassiker vor dem Schreiben des eigenen Songs nie gehört zu haben. Entstanden sei "Stay With Me" gemeinsam mit James Napier und William Phillips in einem Londoner Keller. Als der Brief am Abend vor den Grammys eintraf, überwog schlichtweg der Ärger über die Situation. "Ich war so verdammt sauer, als ich ihn gelesen habe, das ist die Wahrheit", erinnerte sich Sam. Schließlich sei es lediglich um drei Noten gegangen. Zudem habe Tom selbst darauf hingewiesen, dass ein Klavier nur eine begrenzte Anzahl an Noten biete. Erst mit zunehmendem Alter habe Sam verstanden, wie freundlich und mitfühlend der Brief wohl gemeint gewesen sei. "Ich glaube, er wollte sagen, dass er mich sieht und versteht, was ich gerade durchmache, und dass es ihm leidtut, dass das alles passiert. Das war tatsächlich sehr, sehr lieb und freundlich von ihm", erklärte Sam.

Eine positive Folge hatte der Konflikt trotz allem: Erst durch die Urheberrechtsauseinandersetzung beschäftigte sich der Popstar intensiver mit dem Werk des verstorbenen Musikers. Ein Titel bekam dabei eine ganz persönliche Bedeutung. "Es gibt einen Song namens 'It'll All Work Out', der mich einfach berührt und zu einem Lied geworden ist, zu dem ich mich in meinen dunkelsten Momenten hinwende", schwärmte Sam. Heute würde sich der Popstar somit anders verhalten und Toms Brief beantworten. Doch dafür ist es leider zu spät.

Collage: Sam Smith und Tom Petty
Collage: Getty Images, Getty Images
Collage: Sam Smith und Tom Petty
Sam Smith im Dezember 2022
Getty Images
Sam Smith im Dezember 2022
Tom Petty beim Hampton Social im August 2007
Astrid Stawiarz / Getty Images
Tom Petty beim Hampton Social im August 2007
Sam Smith bereut die fehlende Antwort: Hätte Sam Tom Petty damals zurückschreiben sollen?