Rob Reiner (†78) wird posthum mit einem Emmy Award geehrt
Bei den Creative Arts Emmys am Sonntag kam es zu einem bedeutungsvollen Moment: Rob Reiner (†78) wurde posthum als bester Gastdarsteller in einer Comedyserie ausgezeichnet. Den Preis erhielt der Schauspieler und Regisseur für seine Rolle als Restaurant-Franchisegeber Albert Schnur in der vierten Staffel von "The Bear". Moderatorin Wendi McLendon-Covey nahm die Trophäe stellvertretend entgegen – und das Publikum erhob sich zu Ehren des Filmemachers von den Sitzen. "Es ist angemessen, hierfür aufzustehen. Ich weiß, wir alle wünschten, Rob könnte heute Abend hier sein", sagte sie laut The Hollywood Reporter bei der Verleihung. Darauf richtete sich die Kamera auf Kollegin Jamie Lee Curtis (67), die ebenfalls für einen Gastauftritt in der Serie nominiert war. Sie hatte Rob nach dessen eigener Aussage überhaupt erst dazu gebracht, die Rolle in der FX-Produktion anzunehmen.
In drei Folgen der vierten Staffel steht er Ebraheim, gespielt von Edwin Lee Gibson, bei der geplanten Erweiterung des Sandwichverkaufs von The Original Beef beratend zur Seite. Aber auch im Staffelfinale ist seine Figur von Bedeutung: Ebraheim informierte Albert per Telefon darüber, dass Carmy, verkörpert von Jeremy Allen White (35), einer Franchiselösung zugestimmt habe. Das Gespräch endete mit den Worten "Wie Ihr wünscht" – eine Anspielung auf Robs Filmklassiker "Die Braut des Prinzen" aus dem Jahr 1987. Für den Schauspieler ist es mittlerweile die dritte Emmy-Auszeichnung. Jeweils 1974 und 1978 hatte er den Preis für seine Nebenrolle in der Comedyserie "All in the Family" erhalten. Mit seiner diesjährigen Auszeichnung stellt Rob damit einen neuen familiären Rekord auf. Nach einer Pause von 48 Jahren zwischen den beiden Auszeichnungen übertrifft er den von seinem Vater aufgestellten 37-Jahres-Rekord für den längsten Zeitraum zwischen zwei Emmy-Siegen als Schauspieler.
Die Creative-Arts-Preisverleihungen werden am 12. September gemeinsam im US-Fernsehen ausgestrahlt. Bei der live übertragenen Hauptgala am 14. September soll Rob zusätzlich im In-Memoriam-Segment gewürdigt werden. Rob und seine Ehefrau Michele Reiner wurden am 14. Dezember 2025 tot in ihrem Haus in Los Angeles von ihrer Tochter aufgefunden. Ihr jüngster Sohn Nick Reiner (32) wurde wegen der Tötung seiner Eltern angeklagt, bekannte sich jedoch nicht schuldig – ein Prozess steht bislang noch aus. Seinen letzten Auftritt vor der Kamera hatte der Filmemacher als George Washington in Larry Davids HBO-Serie "Leben, Larry und das Streben nach Unglück", die im Sommer 2026 veröffentlicht wurde. Die Produktion hat familiär nochmals eine besondere Bedeutung, denn auch seine Tochter Romy Reiner (28) hatte einen Auftritt in der Serie.

























