Stefan Mross' "Immer wieder sonntags" endet mit Rekordquote
Nach über zwei Jahrzehnten als Gute-Laune-Garant im Ersten Deutschen Fernsehen hat Stefan Mross (50) am Sonntagmittag sein Köfferchen im Europa-Park endgültig gepackt. Zum letzten Mal schunkelte sich der Moderator durch eine reguläre Liveausgabe von "Immer wieder sonntags" – und bescherte der ARD zum Finale laut DWDL ein wahres Quotenwunder. Satte 1,59 Millionen Menschen schalteten ein, was einem stattlichen Marktanteil von 22,0 Prozent entsprach. Ein phänomenaler Wert, den die sonntägliche Kaffeefahrt in den vergangenen Monaten eher selten gesehen hatte. Dass das Stammpublikum ausgerechnet zur letzten Live-Ausgabe in Scharen an die Bildschirme strömte, hat eine gewisse Komik: Offenbar schaut die Nation dem altgedienten Schlagersonnenschein am liebsten beim Abschied zu.
Während die regulären Folgen der aktuellen Staffel zuletzt meist nur zwischen 1,10 und 1,30 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockten, mobilisierte das Finale noch einmal ein deutlich größeres Publikum. Der verantwortliche SWR hatte den Abschied nach zwölf regulären Folgen und einer Sondershow bereits vor Saisonstart angekündigt. Ganz vorbei ist das bunte Treiben im Ersten allerdings noch nicht, denn am 13. September flimmert noch eine Best-of-Ausgabe über die Bildschirme. Neue Liveausgaben wird es danach jedoch definitiv nicht mehr geben. Die imposante Abschiedsquote zeigt eindrucksvoll, dass das treue Publikum bis zum Schluss zur Sendung hielt und der sonntäglichen Tradition im öffentlich-rechtlichen Programm nun eine spürbare Lücke bevorsteht.
Deutlich verhaltener fiel das Interesse allerdings beim jüngeren Publikum aus, wo lediglich 110.000 Menschen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren für Stefan einschalteten. Mit einem Marktanteil von 9,0 Prozent blieb dieser Wert überraschenderweise sogar leicht hinter den Ergebnissen von vor zwei Wochen zurück. Den Bestwert der laufenden Saison hatte die Show in der jüngeren Altersgruppe bereits Mitte Juli mit erfreulichen 13,5 Prozent eingefahren. Dem grandiosen Gesamterfolg tat der verhaltene Zuspruch der Nachwuchsgeneration jedoch keinen Abbruch. Den Quotenrekord verdankte das Format vor allem dem älteren Publikum, das den Entertainer noch ein letztes Mal live bei der Arbeit erleben wollte. Definitiv ein würdiger Abschluss für ein Jahrzehnte überdauerndes TV-Phänomen.


























