Nick Reiner bestreitet Zustimmung zu einbehaltenem Erbe
Nick Reiner (32) geht juristisch gegen die Darstellung vor, er habe dem Einbehalten von rund 483.000 Euro aus seinem Trust jemals zugestimmt. In einem kürzlich eingereichten Gerichtsdokument widerspricht er den Angaben der Nachfolgetreuhänderin Jodi Pais Montgomery. Nach den Bedingungen des Trusts habe ihm die Summe bereits mit seinem 30. Geburtstag zugestanden, argumentiert er – und fordert nun die Auszahlung. Zusätzlich zu dem einbehaltenen Betrag verlangt der Sohn des verstorbenen Regisseurs Rob Reiner (†78) und dessen Frau auch die inzwischen aufgelaufenen Zinsen. Der Hintergrund ist brisant: Nick benötigt das Geld nach eigener Darstellung für seine Verteidigung gegen die Mordanklage im Zusammenhang mit dem Tod seiner Eltern.
Die Treuhänderin hatte zuvor erklärt, Nick habe einem früheren Treuhänder mitgeteilt, dass das Geld weiterhin als Trustvermögen auf dem Konto verbleiben solle. Genau diese Behauptung weist er in seinem neuen Schriftsatz zurück. Auch eine angebliche Äußerung seiner Mutter lässt er nicht als Einverständnis gelten. Michele (†70) soll gegenüber einem früheren Treuhänder gesagt haben, ihr Sohn wisse seit seinem 30. Geburtstag von der möglichen Auszahlung und habe das Geld durch seine Untätigkeit bewusst im Trust belassen. Nick stellt es anders dar: Niemand habe ihn jemals darüber informiert, dass er die Summe abrufen könne. Welche Folgen die blockierten Gelder haben, zeigt ein weiteres Detail: Sein damaliger Anwalt Alan Jackson legte das Mandat nieder, nachdem Nick dessen Honorare nicht aus dem Trustvermögen begleichen konnte.
Nick ist wegen des Mordes an seinen Eltern angeklagt. Eine Grand Jury in Los Angeles erhob die Anklage rund acht Monate nach dem gewaltsamen Tod des Ehepaares, öffentlich gemacht wurde sie am 12. August 2026. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Rob und Michele am frühen Morgen des 14. Dezember 2025 in ihrem Haus im Stadtteil Brentwood gezielt aufgelauert und sie mit einem Messer getötet zu haben. Ein Zusatz in der Anklageschrift verweist auf den Vorwurf einer geplanten Tat. Bei seinem Gerichtstermin am 12. August plädierte Nick auf nicht schuldig. Sein Vater Rob zählte über Jahrzehnte zu den bekanntesten Regisseuren Hollywoods und stand unter anderem bei Filmen wie "Harry und Sally" und "Eine Frage der Ehre" hinter der Kamera.









