Mr. T bezeichnet Netflix-Doku über sein Leben als Müll
Kurz vor dem Start der Dokumentation "Untold Mr. T: I Pity the Fool" am 8. September 2026 auf Netflix meldet sich der Hauptdarsteller selbst zu Wort – jedoch alles andere als begeistert. Der Film von Regisseur Scott Weintrob zeichnet den Aufstieg von Mr. T zum Weltstar und seinen späteren Rückzug aus der Öffentlichkeit nach. Der "Das A-Team"-Darsteller fand gegenüber The Guardian nun deutliche Worte. Er fühle sich in dem Film falsch und unvollständig dargestellt. "Die Dokumentation hat mich wütend gemacht, weil sie eine Menge Dinge nicht behandelt hat", erklärte er. Sein Urteil fällt vernichtend aus: "Als ich sie sah, dachte ich: 'Was zum Teufel?' Sie ist Müll. Ihr baut mich auf, und dann versucht ihr, mich fertigzumachen." Als er sich das finale Material ansah, war ihm klar: "Wow, Mann, ich bin mehr als das."
Der Schauspieler störte sich insbesondere daran, wie viel gutes Material gefilmt wurde, dann letztlich aber nicht im Film landete. So wurde beispielsweise sein Pastor über zwei Tage hinweg interviewt. Lediglich 30 Sekunden davon schafften es in die Dokumentation. Positive Seiten seiner Persönlichkeit kämen dadurch kaum vor. Sein früherer Agent Peter Young hingegen kommt mit unvorteilhaften Aussagen über den Film "Freaked" aus dem Jahr 1993 zu Wort. Laut The Guardian rückt dies Mr. Ts Abstieg vom Ruhm im Film in ein falsches Licht. Der allmähliche Rückuzg aus dem Geschäft wirkt wie die Folge schlechter Entscheidungen und schlechten Verhaltens. "Das nennen wir in der schwarzen Community einen weißen Mann, der die Geschichte verändern und die Erzählung kontrollieren will", so Mr. T. "Wenn du mich nicht kennst, wirst du denken, ich sei irgendein Monster." Die Dreharbeiten hätten an Ostern 2025 begonnen, das Material habe er aber erst rund einen Monat vor dem Interview sehen dürfen. Seine Bitte, vorab Aufnahmen zu sichten, sei abgelehnt worden. Auch der Wunsch seines Teams, Peter nicht aufzunehmen, sei ignoriert worden.
Er schilderte, dass er sich beim ersten Sichten des Materials enorm habe zusammenreißen müssen: "Herr, lass mich nicht ausrasten. Lass mich nicht ausrasten." Eigentlich habe er gegenüber Netflix loslegen wollen, sich dann aber gesagt: "Nimm den besseren Weg." Netflix erklärte gegenüber The Guardian, Mr. T habe die Doku vor dem Interview abgesegnet. Der Streamingdienst und Scott Weintrob reagierten laut Page Six zunächst nicht auf weitere Anfragen. Peter ließ ausrichten: "Bitte richten Sie Mr. T meine besten Wünsche aus und lassen Sie ihn wissen, dass ich ihm vergebe." Mr. T, der eigentlich Laurence Tureaud heißt, wies des Weiteren eine Darstellung zurück, nach der er nur zu Veranstaltungen erschienen sei, wenn ihm eine weiße Limousine geschickt wurde. "Was ist falsch an weißen Limousinen? Elvis Presley hatte, als er starb, eine weiße Limousine, warum kann ich also keine haben, solange ich lebe?", fragte er. Sein Engagement und seine Hilfsaktionen, wie sein Einsatz für Obdachlose, blieben dagegen unerwähnt.


























