Günther Jauch muss "Wer wird Millionär?"-Frage austauschen

Günther Jauch muss "Wer wird Millionär?"-Frage austauschen

- Lisa Mayr
Lesezeit: 3 min
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Bei Wer wird Millionär? sorgte im April 2024 ein ungewöhnlicher Zwischenfall für Aufsehen. Kandidatin Corinna Ahrens aus Niedersachsen spielte um 64.000 Euro, als Günther Jauch (70) eine bereits laufende Frage plötzlich abbrechen musste. Dabei ging es um die Entfernung zwischen dem deutschen Ort mit der niedrigsten und dem mit der höchsten Postleitzahl. Laut Kino.de standen rund 220 Kilometer, etwa 480 Kilometer, circa 750 Kilometer oder weit mehr als 900 Kilometer zur Auswahl. Corinna hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ihren letzten Joker eingesetzt, doch auch ihr Telefonjoker konnte ihr lediglich eine Tendenz nennen. Als sie sich schließlich für eine Antwort entscheiden wollte, rief plötzlich jemand aus dem Publikum laut "Nein". Noch bevor die Kandidatin ihre Wahl einloggen konnte, schritt Günther ein und stoppte die Runde. "Wir haben jetzt den Klassiker gehabt. Es wurde aus dem Publikum rausgerufen", ordnete der Moderator den Vorfall ein.

Zunächst erklärte Corinna, sie habe den Zuruf aus dem Publikum überhaupt nicht wahrgenommen. Günther sah das allerdings anders und machte sie darauf aufmerksam: "Doch, doch, doch. Hinter Ihnen sehr laut." Nach einer kurzen Abstimmung mit der Regie wurde die Konsequenz gezogen: Die 64.000-Euro-Frage durfte nicht gewertet werden und wurde durch eine neue ersetzt. Da Corinna ihren Telefonjoker für die gestrichene Frage bereits eingesetzt hatte, erhielt sie ihn zurück. Später erklärte Günther gegenüber RTL, dass derartige Zwischenfälle grundsätzlich festgehalten würden. Bereits ein lauter Zwischenruf oder eine verdächtige Reaktion aus dem Publikum könne ausreichen, um eine Frage aus der Wertung zu nehmen. Auch mögliche Betrugsversuche würden von der Produktion seit Jahren genau kontrolliert – sowohl durch versteckte technische Hilfsmittel bei Kandidaten als auch durch mögliche Hinweise oder Signale aus dem Zuschauerraum.

Besonders problematisch wird es laut Günther, wenn ein Zuruf aus dem persönlichen Umfeld der Kandidaten kommt. "Wenn es zum Beispiel die Begleitperson ist, die hereingerufen hat, dann sieht das alles schon schlimmer aus", erklärte er gegenüber RTL. Bei einer gezielten Hilfestellung könne ein Kandidat im schlimmsten Fall sogar aus der Sendung ausgeschlossen werden. Während die Produktion im Hintergrund bereits an einer Ersatzfrage arbeitete, nahm Günther den ungewöhnlichen Zwischenfall mit Humor: "Die muss ja jetzt erst einmal jemand erfinden." Später legte der Moderator scherzhaft nach: "Wenn jetzt noch mal so etwas kommt, dann kommt das Kommando zum Abführen." Dass jedoch auch der reguläre Publikumsjoker in die Irre führen kann, zeigte zuletzt Kandidat Constantin Wurch in der "Klugscheißer"-Ausgabe der Show. Für 2.000 Euro sollte er ein Wort finden, das laut Duden sowohl "sehr groß" als auch "absolut" bedeuten kann. Die Mehrheit im Studio entschied sich für "dunkel", woraufhin Constantin dem Publikum folgte. Die richtige Antwort war jedoch "hell" – wie in "heller Wahnsinn". Damit fiel er auf 500 Euro zurück und sorgte sogar bei Günther für Verwunderung über die Auflösung.

Günther Jauch bei "Wer wird Millionär?" 2026
RTL / Stefan Gregorowius
Günther Jauch bei "Wer wird Millionär?" 2026
Günther Jauch, "Wer wird Millionär?", 2026
RTL / Stefan Gregorowius
Günther Jauch, "Wer wird Millionär?", 2026
Günther Jauch, "Wer wird Millionär?"-Moderator
RTL / Stefan Gregorowius
Günther Jauch, "Wer wird Millionär?"-Moderator
Wie findet ihr Günthers Reaktion auf den Zwischenruf aus dem Publikum?