Stefan Mross gehts nach dem Show-Aus "natürlich nicht gut"
Der Abschied von Immer wieder sonntags hat Stefan Mross (50) sichtlich mitgenommen. Am Sonntag moderierte er nach 21 Jahren die letzte Liveshow des Formats, das ARD und SWR eingestellt haben. Während der Sendung konnte der Moderator seine Emotionen mehrfach kaum zurückhalten und kämpfte sichtlich mit den Tränen. "Natürlich geht's mir nicht gut. Alles andere wäre gelogen", gestand er vor laufender Kamera. Nach dem Finale wechselte er zur Abschiedsfeier, bei der neben seinem langjährigen Team auch Verantwortliche des Senders und Veranstalter zusammenkamen. Von einem versöhnlichen Abschluss konnte jedoch keine Rede sein: In einer deutlichen Ansprache kritisierte er den Umgang mit dem Show-Aus und verließ die Feier anschließend vorzeitig. Wie Bild berichtet, kehrte der Musiker danach nicht mehr in den Raum zurück.
Vor den Anwesenden erklärte Mross zunächst, dass er eigentlich gar nicht zu dem Empfang hatte kommen wollen. Seinem langjährigen Team zuliebe sei er dennoch erschienen. Seit der Bekanntgabe des Show-Aus habe er sich bewusst nicht öffentlich negativ über ARD und SWR geäußert, betonte der Moderator. Für ihn überwögen schließlich die positiven Erinnerungen an die gemeinsame Zeit, wie Joyn berichtet. Das Ende der Zusammenarbeit verglich er laut Bild mit dem Scheitern einer Ehe: "Man hat ja eine wunderbare Zeit hinter sich. Nur das Ende, das Finale: Irgendwann trennt man sich. Wie man sich trennt, ist eine andere Sache." Direkt an SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler gerichtet, der ihm die Absetzung im März mitgeteilt hatte, wurde er noch deutlicher: "Es hieß überall, du hast mich rausgeschmissen. Ja, es war so! Aber nicht nur mich, ihr habt ein ganzes Format gestrichen. Und jetzt singt ihr hier eine Stunde lang Lobeshymnen, wie toll diese Sendung ist." Zum Schluss bezeichnete er sich als "Stehaufmännchen" und kannte nur noch einen Weg: "Ich werde jetzt diesen Raum verlassen, weil hier drinnen zu viel negative Energie ist." Gegenüber Bild erklärte Mross später, seine Rede sei "wohlüberlegt" gewesen. "Mein Team und ich sind alle traurig und die feiern sich? Das war für mich ein Punkt, wo mir der Kragen geplatzt ist", sagte er.
Mit der letzten Liveshow endete nach mehr als drei Jahrzehnten eine Ära im deutschen Fernsehen. 21 Jahre lang hatte Stefan Mross das Format selbst als Gastgeber geprägt. Zum Finale kamen zahlreiche musikalische Wegbegleiter zusammen, unter ihnen Stefanie Hertel (47), Andy Borg (65) und Vanessa Mai (34). Marianne und Michael kehrten für einen gemeinsamen Auftritt sogar noch einmal aus dem Ruhestand auf die Bühne zurück. Besonders eng zeigte sich der Moderator seinem Team verbunden, mit dem er seit fast 22 Jahren "Hand in Hand" gearbeitet habe. Seinem langjährigen Team zuliebe war Mross überhaupt zu dem Abschiedsdinner erschienen. Dort machte er schließlich seinem Frust über die Worte der Senderverantwortlichen Luft.






























