

"Hall of Fame": Diese vier deutschen Sportler kommen hinzu
Ein Platz in der "Hall of Fame des deutschen Sports" ist so etwas wie der Ritterschlag für Ausnahmeathleten – und gleich vier von ihnen dürfen sich jetzt darüber freuen. Laura Dahlmeier (†31), Fabian Hambüchen (38), Felix Neureuther (42) und Britta Steffen (42) werden neu aufgenommen. Die Jury würdigt das Quartett für außergewöhnliche Karrieren, die von Olympiasiegen, Weltmeistertiteln, Weltrekorden und Erfolgen im Weltcup geprägt waren. Vorgeschlagen wurden die vier von der Sporthilfe, dem Deutschen Olympischen Sportbund und dem Verband Deutscher Sportjournalisten. Die offizielle Aufnahmefeier soll am Donnerstagabend, dem 26. November 2026, bei PwC Deutschland in Frankfurt am Main stattfinden. Schon mit ihrer Wahl zählen Laura, Fabian, Felix und Britta zu nun insgesamt 142 Persönlichkeiten in der Ruhmeshalle. Dort werden Menschen geehrt, die durch herausragende sportliche Leistungen oder besonderes gesellschaftliches Engagement Geschichte geschrieben haben. Für Laura erfolgt diese große Auszeichnung posthum und damit gut ein Jahr nach ihrem frühen Tod.
Laura ist im Juli 2025 bei einem Bergunglück ums Leben gekommen. Die zweimalige Olympiasiegerin, siebenmalige Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin prägte den Biathlonsport in den 2010er-Jahren und schrieb bei den Olympischen Winterspielen 2018 Geschichte. Fabian sammelte an den Geräten Olympiagold sowie Welt- und Europameistertitel – bei drei aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen gewann er zunächst Bronze, dann Silber und schließlich Gold. Felix gehört mit 13 Weltcupsiegen und fünf WM-Medaillen zu den erfolgreichsten deutschen Skirennläufern. Britta wiederum zählt dank zweier Olympiasiege, dreier WM-Titel, sieben EM-Erfolge und mehrerer Weltrekorde zu Deutschlands bedeutendsten Schwimmerinnen. Die von der Sporthilfe ins Leben gerufene "Hall of Fame des deutschen Sports" besteht als virtuelles Angebot im Internet und hält dort die Erfolge ihrer Mitglieder fest.
An Lauras besondere Persönlichkeit erinnerte ihre frühere Zimmerkollegin und Freundin Maren Hammerschmidt in einem Videostatement der Sporthilfe: "Sie war ein unglaublich ehrgeiziger, fokussierter und zielstrebiger Mensch, aber auf der anderen Seite halt auch einfach: die Laura – bodenständig und nahbar, genau das hat sie für mich ausgemacht." Nach dem Ende ihrer Karriere arbeitete die Biathletin als TV-Expertin, lebte ihre Leidenschaft für die Berge aus und engagierte sich für Natur- und Umweltschutz. Ihr Tod löste weit über den Sport hinaus große Anteilnahme aus. Für Felix hat die Ehrung zudem eine familiäre Bedeutung, denn sein Vater Christian Neureuther (77) und seine verstorbene Mutter Rosi gehören bereits der Ruhmeshalle an. Christian hob gegenüber der Sporthilfe besonders Felix' Einsatz für Bewegung und ein gesünderes Leben junger Menschen hervor. Auch Fabian setzt sich für den Nachwuchs- und Spitzensport ein, Britta unter anderem für Bildung, Nachhaltigkeit und Gesundheitsförderung.
























