Marius Borg Høiby muss Fußfessel vier weitere Wochen tragen
Marius Borg Høiby (29) muss seine elektronische Fußfessel vier weitere Wochen tragen. Wie die norwegische Zeitung VG berichtet, bleibt der 29-jährige Sohn von Königin Mette-Marit (53) in dieser Zeit in seinem Haus auf dem königlichen Anwesen Skaugum in Untersuchungshaft. Marius stimmte der Verlängerung überraschenderweise bereits im Vorfeld zu, wie Medien berichten. Der Grund für sein Einverständnis liege laut seinem Verteidiger in einem besonderen Anlass: der Beisetzung von König Harald V. (†89) Rund um das Staatsbegräbnis am heutigen Mittwoch, dem 9. September, wolle Marius keinen zusätzlichen Wirbel um seine Haftsache verursachen. An der Trauerfeier im Osloer Dom konnte er trotz der elektronischen Überwachung teilnehmen, da die Polizei seine Anwesenheit schon zuvor genehmigte.
Verteidiger Petar Sekulic erläuterte die Entscheidung seines Mandanten genauer: "Høiby ist weiterhin der Auffassung, dass keine Wiederholungsgefahr besteht. Mit Rücksicht auf die Situation und die bevorstehende Beisetzung stimmt er jedoch einer Fortsetzung der Untersuchungshaft zu." Marius befindet sich seit dem 2. Februar in Untersuchungshaft, wo er einen Tag vor Beginn seines Prozesses landete. Zunächst saß er im Gefängnis, ehe er die Maßnahme am 13. Juli mit Fußfessel auf Skaugum antrat. Das Osloer Bezirksgericht verurteilte ihn unter anderem wegen der Vergewaltigung zweier schlafender Frauen sowie wegen Misshandlung seiner früheren Lebensgefährtin Nora Haukland. Gegen diese Punkte legte er Berufung ein. Die Staatsanwaltschaft hält das Risiko weiterer Gewaltdelikte nach wie vor für zu hoch – eine Einschätzung, der sich Bezirks- und Berufungsgericht mehrfach anschlossen.
Am Morgen der Beisetzung verließ Marius sein Domizil an der Seite der königlichen Verwandtschaft. Gegen 10:15 Uhr setzte sich eine Kolonne aus acht Fahrzeugen gen Oslo in Bewegung, wo die Trauerprozession vom Königlichen Schloss zum Osloer Dom ihren Anfang nahm. Aufnahmen von Dagbladet zeigen Marius gemeinsam mit Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22) und Prinz Sverre Magnus (20) in einer Limousine, während König Haakon (53) und Königin Mette-Marit in einem separaten Wagen reisten. Der gewohnte Haftalltag diktiert dem Königshausnachwuchs jedoch strengere Schranken: Haus und Terrasse darf er nur mit ausdrücklicher Genehmigung für Arbeit, Ausbildung, Therapien oder Krankenbesuche verlassen. Immerhin drei Stunden täglich waren ihm bei seiner Mutter im Haupthaus gestattet. Hinzu kommen unangekündigte Drogentests sowie wöchentliche Termine beim polizeilichen Präventionsprogramm RISK.





















