Nach ihrem Tod wird Prinzessin Astrid besonders gewürdigt
Nur zwei Tage nach dem Tod von Prinzessin Astrid (†94) meldet sich Norwegens höchstes Gericht zu Wort und würdigt den gesellschaftlichen Einsatz der Royal. Die Schwester des verstorbenen Königs Harald V. (†89) war am 11. September 2026 im Alter von 94 Jahren gestorben. Der Oberste Gerichtshof habe die Nachricht von ihrem Tod mit Trauer aufgenommen und werde die Prinzessin mit großem Respekt in Erinnerung behalten, hieß es gegenüber der norwegischen Nachrichtenagentur NTB. Gerichtspräsidentin Toril Marie Øie hob besonders hervor, wie konsequent sich Astrid Menschen in schwierigen Lebenssituationen zugewandt habe. Im Zentrum der Würdigung stehen zudem die Themen Inklusion und Menschenwürde, für die sich die Prinzessin über viele Jahre starkgemacht hatte. Damit erinnert das Gericht nicht nur an Astrids Rolle innerhalb des norwegischen Königshauses. Die Erklärung lenkt den Blick vor allem auf eine Seite ihres Lebens, die durch Fürsorge und den Einsatz für benachteiligte Menschen geprägt war.
"Prinzessin Astrid wird insbesondere wegen ihrer Fürsorge für Menschen in schwierigen Lebenslagen und wegen ihres Einsatzes für die Einbeziehung derjenigen in Erinnerung bleiben, die außen vor bleiben", erklärte Toril gegenüber NTB. Diese Haltung habe sich nicht nur in Worten gezeigt, sondern ganz konkret in ihrer Arbeit. Die Gerichtspräsidentin verwies auf die zahlreichen Schirmherrschaften, die Astrid über viele Jahrzehnte hinweg übernommen hatte. Dabei handelte es sich vor allem um Organisationen, die sich den Themen Inklusion, Gesundheit und Menschenwürde verschrieben haben. Die Worte aus Norwegens höchster gerichtlicher Institution stellen somit gezielt Astrids soziales Wirken in den Vordergrund. Gewürdigt wird ihr Einsatz für Menschen, die Unterstützung benötigen oder sich am Rand der Gesellschaft wiederfinden. Zugleich macht die Erklärung deutlich, dass ihr Engagement nicht auf einzelne Auftritte beschränkt war. Vielmehr setzte sie sich über einen langen Zeitraum hinweg für entsprechende Anliegen und Einrichtungen ein. Die Anerkennung des Obersten Gerichtshofs unterstreicht damit den Stellenwert, den dieser Teil ihres öffentlichen Wirkens in Norwegen hatte.
Prinzessin Astrid kam im Februar 1932 zur Welt und war auch unter dem Namen Mrs. Ferner bekannt. Innerhalb der Königsfamilie galt sie über Jahrzehnte hinweg als wichtige Stütze – insbesondere für ihren Bruder König Harald V., aber auch für die übrigen Angehörigen. Auch König Haakon VIII. (53) betonte nach ihrem Tod, welch große Bedeutung seine Tante für die Familie gehabt habe. Neben ihren royalen Pflichten und ihrem sozialen Engagement wurde Astrid im privaten Kreis für ihre direkte Art geschätzt. Sie war dafür bekannt, ihre Meinung offen auszusprechen und klare Worte nicht zu scheuen. Diese persönliche Seite ergänzte ihr langjähriges öffentliches Wirken, das nun auch der Oberste Gerichtshof ausdrücklich hervorhebt. Über viele Jahre hinweg übernahm sie immer wieder repräsentative Aufgaben für das norwegische Königshaus und trat bei offiziellen Anlässen an der Seite ihrer Familie auf.





















