Sandra Bullock spricht über Weckruf nach Tod ihres Partners
Sandra Bullock (62) hat offen darüber gesprochen, wie sehr sie während der Erkrankung ihres Partners Bryan Randall an ihre eigenen Grenzen geriet. Wie die Schauspielerin jetzt im Podcast "Good Hang" von Gastgeberin Amy Poehler (54) erzählte, kümmerte sie sich während Bryans ALS-Erkrankung nicht nur um ihn, sondern gleichzeitig um ihre beiden Kinder Louis und Laila sowie zahlreiche weitere Menschen in ihrem Umfeld. Sich selbst und ihre eigene Gesundheit habe sie dabei zunehmend vernachlässigt. Unterstützung anzunehmen fiel Sandra zwar schwer, doch in dieser Ausnahmesituation war sie schließlich darauf angewiesen. Den entscheidenden Weckruf bekam die Oscarpreisträgerin von ihrer Schwester Gesine Bullock-Prado. Diese habe sich große Sorgen gemacht und ihr laut Page Six eindringlich vor Augen geführt, welche Folgen ihre Selbstaufgabe haben könnte: "Wenn du nicht anfängst, dich um dich selbst zu kümmern, wird dir etwas passieren – und was passiert dann mit deinen Kindern?"
Für diese klaren Worte ist Sandra ihrer Schwester bis heute dankbar. Im Podcast bezeichnete sie Gesine als "unglaubliche Schwester" und "außergewöhnlich" und schilderte, wie sehr diese sich damals um sie gesorgt habe. Auch andere "Engel" hätten Sandra während Bryans Erkrankung unterstützt und ihr einen Teil der Last abgenommen. Hilfe einzufordern sei für sie allerdings alles andere als selbstverständlich gewesen. "Ich bin immer die Fürsorgerin. Ich bin nicht gut darin, um Hilfe zu bitten, aber ich brauchte Hilfe, und ich musste auf eine Weise darum bitten, die sich sicher anfühlte", erklärte die Schauspielerin. Seit dieser Erfahrung habe sie zahlreiche Menschen kennengelernt, deren Angehörige ebenfalls an ALS erkrankt sind. Ihrer Ansicht nach gebe es noch viel zu wenig Versorgung und Unterstützung für pflegende Angehörige. Allgemeingültige Ratschläge möchte Sandra Betroffenen trotzdem nicht erteilen. Sie könne lediglich von ihren eigenen Erfahrungen und denen ihrer Kinder berichten und weitergeben, was sie auf diesem Weg gelernt habe.
Bryan Randall starb am 5. August 2023 im Alter von 57 Jahren nach einem dreijährigen Kampf gegen die unheilbare Nervenkrankheit ALS. Der Fotograf und Sandra waren damals bereits seit mehr als einem Jahrzehnt ein Paar. Auf Bryans Wunsch hin hielt die Schauspielerin seine Diagnose bis zu seinem Tod aus der Öffentlichkeit heraus. Die Geheimhaltung führte allerdings dazu, dass sie sich während seiner Erkrankung zunehmend isoliert fühlte. Im August dieses Jahres erzählte Sandra im Podcast "SmartLess", dass ihr Trauerprozess bereits rund vier Jahre vor Bryans Tod begonnen habe. Durch die Krankheit habe es sich für sie so angefühlt, als würde sie ihren Partner emotional schon lange vor seinem körperlichen Tod verlieren. Während der Pflege habe sie vor allem funktioniert und kaum Gelegenheit gehabt, das Erlebte zu verarbeiten. Erst nach Bryans Tod begann sie, sich mit der jahrelangen Belastung und ihrer eigenen Trauer auseinanderzusetzen.
























