Prinzessin Märtha Louises Serie wird von Kritikern zerlegt

Prinzessin Märtha Louises Serie wird von Kritikern zerlegt

- Promiflash Redaktion
Lesezeit: 3 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

Kaum ist "Alternative Norge" bei Viaplay gestartet, muss die neue Realityserie mit Prinzessin Märtha Louise (54) und Durek Verrett (51) bereits heftige Kritik einstecken. Seit Mittwoch sind die sechs Folgen des Formats abrufbar, das die Zuschauer in Norwegens alternative und spirituelle Szene mitnimmt. Neben dem royalen Paar ist unter anderem Magnus Slagsvold Støre, der Sohn des norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre, zu sehen. Tierkommunikation, Schamanismus, Hellsehen und Atemtherapie gehören zu den Themen – doch die Art, wie diese präsentiert werden, kommt bei norwegischen Medien überhaupt nicht gut an.

Besonders deutlich fällt das Urteil von Aftenposten aus. Die Zeitung vergab ihre schlechteste Bewertung und kritisierte, die Produktion sei "voll und ganz nach den Bedingungen der Teilnehmer" entstanden. Vor allem die fehlende kritische Einordnung stößt den Rezensenten sauer auf. Aussagen der Protagonisten würden kaum hinterfragt, Gegenstimmen fehlten. Problematisch sei das insbesondere deshalb, weil sich Teile der alternativen Branche auch an Menschen in verletzlichen Lebenssituationen richteten. Auch VG lässt kaum ein gutes Haar an "Alternative Norge". Schon die Bezeichnung als Dokumentation hält das Blatt für fragwürdig: ""Alternative Norge" als Dokumentation zu bezeichnen, ist unpräzise, da sich darin keine Spur von Journalismus findet. Es ist nicht nur so, dass niemand unseren alternativen Freunden kritische Fragen stellt. Darüber hinaus stellt überhaupt niemand irgendwelche Fragen", lautet das vernichtende Urteil. Im besten Fall handele es sich um eine beobachtende "Fliege-an-der-Wand-Produktion" – im schlechtesten Fall um "die faulste, unkritischste und kontextloseste Form der TV-Produktion, die man sich vorstellen kann".

Viaplay weist die Vorwürfe zurück und betont, dass "Alternative Norge" ausdrücklich als Realityformat konzipiert worden sei. "Es ist kein investigativer Journalismus", stellte Pressesprecherin Madeleine Liereng gegenüber Dagbladet klar. Ziel sei vielmehr ein warmer, persönlicher und unterhaltsamer Einblick in eine Welt voller unterschiedlicher Überzeugungen und Persönlichkeiten. Der Streamingdienst wolle die gezeigten Ansichten bewusst weder bestätigen noch widerlegen. Stattdessen sollen sich die Zuschauer selbst ein Bild machen. Für Märtha Louise und Durek ist das Thema alles andere als fremd. Durek bezeichnet sich selbst als Schamane, während sich auch die Prinzessin seit Jahren intensiv mit Spiritualität beschäftigt. In der Serie gehören die beiden deshalb zu den prominentesten Gesichtern, anhand derer die alternative Szene Norwegens beleuchtet wird.

Gerade ihre Beteiligung dürfte dem Format schon vor dem Start zusätzliche Aufmerksamkeit beschert haben. Eigentlich hätte die Serie bereits am 2. September erscheinen sollen. Nach dem Tod von Märtha Louises Vater, König Harald V. (†89), änderte Viaplay jedoch seine Pläne. Zunächst wollte der Streamingdienst am ursprünglichen Veröffentlichungstermin festhalten, entschied sich Ende August schließlich aber dazu, den Start um zwei Wochen zu verschieben. Nun ist "Alternative Norge" zu sehen – und sorgt schon unmittelbar nach der Veröffentlichung für reichlich Gesprächsstoff.

Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett, August 2024
Getty Images
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett, August 2024
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett, 2024
Getty Images
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett, 2024
Durek Verrett und Prinzessin Märtha Louise
Getty Images
Durek Verrett und Prinzessin Märtha Louise
Durek Verrett und Märtha Louise von Norwegen in Stavanger, Norwegen, 2019
Getty Images
Durek Verrett und Märtha Louise von Norwegen in Stavanger, Norwegen, 2019
Wie findet ihr es, dass Märtha Louise und Durek ihre spirituelle Welt nun in einer Realityserie zeigen?