Mr. T änderte seinen Namen aus einem bewegenden Grund

Mr. T änderte seinen Namen aus einem bewegenden Grund

- Nurin Khalil
Lesezeit: 3 min
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Sein Künstlername ist weltbekannt – doch dahinter steckt eine bewegende Familiengeschichte. Mr. T (74), der eigentlich Laurence Tureaud heißt, entschied sich als junger Mann ganz bewusst für diesen Namen. In der Netflix-Dokumentation "Untold Mr. T: I Pity the Fool" erklärt der Schauspieler nun den Hintergrund: Er habe als Schwarzer in einer weißen Gesellschaft miterlebt, wie die Männer seiner Familie herabgewürdigt wurden. "Als schwarzer Mann, der in einer weißen Gesellschaft aufwuchs, sah ich, wie mein Vater 'Junge' genannt wurde. Und dann sah ich, wie mein Bruder, der aus Vietnam zurückkam, 'Junge' genannt wurde", schildert der "Das A-Team"-Star in dem Film. Selbst der Kriegsheimkehrer sei also nicht als erwachsener Mann behandelt worden. Diese Respektlosigkeit wollte Mr. T weder für sich noch stellvertretend für andere Schwarze weiter hinnehmen. Also wählte er einen Namen, bei dem "Mister" automatisch als erstes Wort fällt. "Ich ernannte mich selbst zu Mr. T, damit das erste Wort aus dem Mund eines jeden 'Mister' sein würde. Das ist ein Zeichen des Respekts, den mein Vater nicht bekam", erklärt er in der Netflix-Doku.

Weiter sagt er: "Wenn sie mich also mit Mr. T ansprechen, sprechen sie meinen Vater, meinen Onkel, meine Brüder und andere schwarze Männer an, die sich hochgearbeitet haben und respektlos behandelt wurden." 1970 ließ er seinen Namen mit 18 Jahren offiziell ändern. Seine eigenmächtige Namensgebung verglich er dabei mit dem Ritterschlag durch einen Monarchen in England. Der Kultstar begriff früh, welche Auswirkungen Rassismus hatte, wie er gegenüber People verriet. Auch die Erzählungen seiner in Alabama aufgewachsenen Mutter über die Zustände im Süden trugen dazu bei. Seine Überlegungen zu dem Thema folgten dabei einem simplen Gedanken: "Wenn ich alt genug bin, um in der Armee zu sein, alt genug, um für mein Land zu kämpfen und zu sterben, dann bin ich alt genug, um ein Mann genannt zu werden."

Zwar erzählt Mr. T einiges über sein Leben in der Dokumentation – mit dem Gesamtergebnis ist er allerdings alles andere als zufrieden. Der von Scott Weintrob inszenierte Film zeichnet seinen Aufstieg zum Weltstar und seinen späteren Rückzug aus der Öffentlichkeit nach. Kurz bevor er veröffentlicht wurde, prangerte der Schauspieler den Streifen gegenüber The Guardian an: Das Projekt stelle ihn falsch und unvollständig dar, betone Negatives und lasse wichtige und schöne Teile seines Lebens aus. Bekannt wurde er vor allem durch seine Kultrolle in "Das A-Team", in der er als B. A. Baracus zur Ikone der 80er-Jahre wurde. Der massive Goldschmuck sowie der markante Irokesen-Haarschnitt sind untrennbar mit dem Schauspieler verbunden. Doch nicht nur vor der Kamera machte er sich einen Namen: Auch als Wrestler feierte Mr. T Erfolge und stand vor großem Publikum im Ring.

Mr. T in Australien, Juli 2008
Getty Images
Mr. T in Australien, Juli 2008
Mr T (Laurence Tureaud) bei Good Morning America in New York City, 11. April 2017
Imago
Mr T (Laurence Tureaud) bei Good Morning America in New York City, 11. April 2017
Mr. T (Laurence Tureaud) aus "The A-Team" (1984) posiert im ikonischen Look mit Goldschmuck und Jeansweste
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Mr. T (Laurence Tureaud) aus "The A-Team" (1984) posiert im ikonischen Look mit Goldschmuck und Jeansweste
Wie findest du Mr. Ts Entscheidung, sich schon mit 18 offiziell in "Mr. T" umzubenennen?