Termin steht: Dann beginnt Marius Høibys Berufungsverfahren
Im Fall von Marius Borg Høiby (29) steht fest, wann es weitergeht. Das Berufungsgericht Borgarting wird sich ab dem 9. Februar 2027 erneut mit dem Verfahren gegen den Sohn von Königin Mette-Marit (53) befassen. Im Juni 2026 hatte das Osloer Bezirksgericht ihn zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Noch am selben Tag legte der Nachwuchs der Königin Berufung ein. Diese wurde laut Dagbladet offiziell zugelassen. Geprüft werden nicht nur die Schuldfrage, sondern auch das Strafmaß und die Zahlungen, die dem 29-Jährigen als Schadensersatz und Schmerzensgeld auferlegt wurden. Für Marius bedeutet das, dass sich der juristische Prozess, der ihn und die norwegische Königsfamilie seit Monaten begleitet, noch bis weit ins kommende Jahr hinziehen wird.
Marius wurde unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen, der Misshandlung seiner Ex-Partnerin Nora Haukland, Körperverletzung sowie mehrerer Verstöße gegen Kontaktverbote schuldig gesprochen. Von den Vergewaltigungsvorwürfen zweier weiterer Frauen sprach ihn das Gericht frei. Zusätzlich wurde der Royalspross dazu verurteilt, umgerechnet rund 60.000 Euro an vier Geschädigte zu zahlen. Über diese finanziellen Ansprüche muss im Berufungsprozess erneut entschieden werden. Verteidiger Petar Sekulic äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur NTB folgendermaßen: "Es läuft wie erwartet und wir sind mit der Entscheidung des Berufungsgerichts natürlich zufrieden." Staatsanwalt Sturla Henriksbø hatte sich gegen die Zulassung der Berufung ausgesprochen, zeigte sich von dem Beschluss jedoch nicht überrascht. "Wir sind der Ansicht, dass die Beweislage sehr stark war und dass auch das Berufungsgericht sie vorab hätte beurteilen können, ohne dies im Rahmen einer Berufungsverhandlung tun zu müssen", erklärte er.
Mitten in diesem ohnehin zermürbenden Verfahren traf Marius auch noch ein persönlicher Schicksalsschlag: der Tod seines Stiefgroßvaters König Harald V. (†89). Für die Beisetzung in Oslo durfte er die Untersuchungshaft für einen Tag verlassen. Doch sein Auftritt sorgte direkt für neue Schlagzeilen. Marius lief nicht vorne mit dem Rest der Familie, sondern einige Plätze hinter ihnen. Dabei trug er eine elektronische Fußfessel. Viele Beobachter reagierten empört darauf, dass der Verurteilte bei einem der wichtigsten Termine des Landes überhaupt dabei sein durfte. Auch in den sozialen Medien kochte die Debatte hoch: Unter einem Posting von Promiflash kommentierten Nutzer zum Beispiel "Unfassbar..." und "Ich weiß ja nicht..."






















