Trotz Milliardenvermögen: Elon Musk schläft im Wohnwagen
Wer bei einem der reichsten Menschen der Welt an Villen mit Meerblick denkt, liegt bei Elon Musk (55) gerade ziemlich daneben. Der Unternehmer hat sein Nachtlager derzeit in einem Airstream-Wohnwagen aufgeschlagen – und zwar direkt neben dem xAI-Rechenzentrum Colossus in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee. Im "All-In"-Podcast bezeichnete Elon den stromlinienförmigen Aluminiumwohnwagen selbstironisch als seinen neuen "Palast". Von dort aus kann er den Ausbau der riesigen Anlage aus unmittelbarer Nähe verfolgen. Besonders auffällig ist die bescheidene Unterkunft mit Blick auf sein geschätztes Vermögen: Dieses soll sich auf rund 765 Milliarden Euro belaufen. Sein vorübergehendes Zuhause steht damit in deutlichem Kontrast zu den finanziellen Möglichkeiten des Unternehmers.
Hinter Colossus steckt eine gewaltige technische Anlage aus zahlreichen vernetzten Hochleistungsrechnern. Diese arbeiten rund um die Uhr daran, den KI-Chatbot Grok zu trainieren. Der Bau des Rechenzentrums begann 2024. Schon nach 122 Tagen war die erste Phase abgeschlossen, doch inzwischen wird der Standort stark erweitert. Ende Juli kündigte das Unternehmen zudem ein viertes Rechenzentrum in Memphis an. Dass der Firmenchef bei solchen Projekten gerne selbst mit anpackt, bestätigte Gwynne Shotwell, President und Chief Operating Officer (COO), in derselben Podcastfolge. "Das ist Elon, übrigens, der tut, was die Leute nicht glauben, dass er es tut", erklärte sie. Und weiter: "Er schläft auf dem Fabrikboden und hilft beim Bau von Gebäuden."
Vergleichsweise einfache Schlafplätze sind für Elon Musk trotz seines enormen Vermögens nichts Neues. Als Hauptresidenz nutzt er in Texas ein schlichtes Haus mit drei Schlafzimmern, das er von SpaceX mietet. Bereits in den 1990er-Jahren übernachtete Elon während des Aufbaus seines ersten Unternehmens Zip2 gemeinsam mit seinem Bruder Kimbal Musk sechs Monate lang im Büro in Palo Alto. Auch während einer intensiven Produktionsphase bei Tesla in den Jahren 2017 und 2018 legte er sich häufig auf den Fabrikboden. Und nach der Twitter-Übernahme 2022 machte er es sich zeitweise auf einer Couch in der Bibliothek des Büros im siebten Stock bequem. Ein eigenes Bett scheint für den Unternehmer eher optional zu sein.
























