Elon Musk droht Doku-Machern wegen Verleumdung mit Klagen

Elon Musk droht Doku-Machern wegen Verleumdung mit Klagen

- Nicole Vasiljuk
Lesezeit: 2 min
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Elon Musk (55) schreitet nun juristisch gegen eine Dokumentation über sein eigenes Leben ein. Sein Anwalt Alex Spiro beschuldigt den Regisseur Alex Gibney, im Film "Musk" Falschinformationen über den Unternehmer zu verbreiten und ihn damit zu diffamieren. Die Drohung mit rechtlichen Schritten richtet sich jedoch nicht nur gegen den oscarprämierten Dokumentarfilmer selbst, sondern auch gegen sämtliche Firmen, die im Projekt mitmischen. Dazu gehören Gibneys Produktionsfirma Jigsaw sowie die Konzerne HBO und Universal. Der rund vierstündige Film über den Werdegang und die Karriere des Tesla-Milliardärs feierte am Dienstag beim Filmfestival von Venedig seine Premiere. Dort erhielt die Doku viel Anklang und überwiegend positive Rezensionen. Das Anwaltsschreiben hatte die Macher allerdings schon vor der ersten Vorführung erreicht.

Im Brief behauptet Spiro unter anderem, der Regisseur habe es nicht erlaubt, die im Film enthaltenen Behauptungen vorab mit Elon oder dessen Vertretern gegenzuprüfen. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft eine Verschwörungstheorie, die in der Dokumentation thematisiert wird. Laut Theorie soll der Tech-Gigant bereits frühzeitig vom Wahlsieg Donald Trumps (80) bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 gewusst haben – da die Abstimmung angeblich mithilfe seiner Starlink-Satelliten manipuliert worden sei. Die Produktionsfirma Jigsaw weist die Vorwürfe gegenüber The Hollywood Reporter entschieden zurück und berief sich dabei auf die Meinungsfreiheit. Demnach sei ein kritischer Blick auf mächtige Persönlichkeiten durch dieses Recht geschützt. Zudem verdeutlichte Jigsaw, dass dieses Recht von jeglichen US-Bürgern verteidigt werden müsse – Elon inklusive. Denn letzten Endes habe sich der Unternehmer wiederholt als radikaler Verfechter der Redefreiheit bezeichnet.

Der Tesla-Chef droht nicht zum ersten Mal wegen einer aus seiner Sicht falschen Darstellung mit einer Klage. Zuletzt hatte er das ZDF ins Visier genommen. Grund dafür war eine Moderation im Format "ZDFheute live", in der es um ausländerfeindliche Krawalle in Belfast ging. Dort war die Aussage gefallen, Elon habe gemeinsam mit einem Rechtsextremisten zur "Jagd auf Migranten" aufgerufen. Sein Anwalt Joachim Steinhöfel schickte dem öffentlich-rechtlichen Sender daraufhin eine Abmahnung und verlangte eine strafbewehrte Unterlassungserklärung. Sollte der Sender dieser Forderung nicht nachkommen, wurde eine Klage in Aussicht gestellt. Der Tech-Milliardär hat in der Vergangenheit immer wieder betont, wie wichtig ihm das Thema Redefreiheit ist – doch gleichzeitig geht er gegen Berichterstattung, die er für ungerecht hält, konsequent mit anwaltlichen Mitteln vor.

Elon Musk, Unternehmer
Getty Images
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Elon Musk und Donald Trump im Oval Office, Mai 2025
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Elon Musk, Unternehmer
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