"Mittelmäßigkeit": Todd Rundgren rechnet mit Taylor Swift ab
Autsch, das dürfte gesessen haben: Rockmusiker Todd Rundgren (78) hat sich in einem Interview Taylor Swift (36) vorgeknöpft – und dabei auf diplomatische Zurückhaltung komplett verzichtet. Gegenüber Vulture gibt der Musiker der Sängerin sogar eine Mitschuld daran, dass es mit der Musik bergab gegangen sei. Ein gutes Haar lässt er an dem Weltstar jedenfalls nicht: "Swift kann nichts besonders gut, außer Haare wachsen zu lassen. Sie ist keine großartige Sängerin. Sie ist keine großartige Songwriterin. Sie ist keine großartige Tänzerin", urteilte er gegenüber dem Magazin. Sein Gesamturteil über die "The Life of a Showgirl"-Interpretin fiel ebenso vernichtend aus: Sie sei "die Apotheose der Mittelmäßigkeit". Auf eine einzelne Spitze ließ es der Rockmusiker also nicht beruhen – er stellte gleich das komplette künstlerische Schaffen der Musikerin infrage.
Die harschen Worte kommen von einem Mann, der selbst auf eine lange Karriere zurückblickt. Bereits 1968 unterschrieb Todd seinen ersten Plattenvertrag bei Atlantic Records. In den 1960er-Jahren gründete er die Psychedelic-Rockband Nazz, später folgte die Progressive-Rockgruppe Utopia. Daneben feierte der Musiker auch als Solokünstler Erfolge und machte sich mit eigenen Alben einen Namen. Mindestens genauso prägend war seine Arbeit hinter den Reglern: Als Produzent verantwortete er unter anderem Meat Loafs (†74) Album "Bat Out of Hell", eines der meistverkauften Alben der Musikgeschichte. Seine Meinung zum aktuellen Pop-Geschäft kommt also nicht von einem Branchenneuling – ob die Swifties das als mildernden Umstand gelten lassen, steht allerdings auf einem anderen Blatt.
Der Rundumschlag ist nicht die einzige Kritik, mit der Taylor sich derzeit konfrontiert sieht. Zuletzt zeigten sich auch einige langjährige Swifties von den neuen Songs auf der erweiterten Fassung ihres zwölften Studioalbums "The Life of a Showgirl" enttäuscht. Besonders der Track "Cleveland!", eine Liebeserklärung an ihren Partner Travis Kelce (37), kam bei Teilen der Fangemeinde nicht gut an – ihnen waren die Texte zu plakativ. Andere Fans bemängelten fehlendes Gefühl und zu wenig Originalität und fanden, dass die neueren Songs zu vertraut klingen. Todds Rundumschlag trifft damit auf eine Debatte, die in Teilen der Fangemeinde bereits im Gange war. Von Taylor selbst gab es zu den Vorwürfen des Rockveteranen bislang keine Reaktion.

























