"Musik wie KI": Taylor Swift verliert immer mehr Swifties

"Musik wie KI": Taylor Swift verliert immer mehr Swifties

- Anna Pejsek
Lesezeit: 3 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

Nach ihrer Hochzeit mit Travis Kelce (36) bekommt Taylor Swift (36) Gegenwind aus den eigenen Reihen. Zwei Tage vor ihrem historischen Erfolg bei den MTV VMAs veröffentlichte die Sängerin mit "The Life of a Showgirl: The Encore" vier zusätzliche Songs zu ihrem zwölften Studioalbum, das bereits im vergangenen Oktober erschienen war. Doch statt Begeisterung lösten die neuen Titel bei Teilen der Fangemeinde Spott und Enttäuschung aus. Besonders "Cleveland!", eine Liebeserklärung an ihren frisch angetrauten Ehemann, kommt wegen seiner als plakativ empfundenen Zeilen nicht überall gut an. Eine New Yorker PR-Managerin, die Taylor seit ihrem zwölften Lebensjahr hört, vermisst inzwischen Gefühl und Originalität. Gegenüber der New York Post kritisierte sie: "Die ganze Musik klingt wie KI. Darin stecken weder Herz noch Seele. Ich habe das Gefühl, dass sie bei ihrer Musik faul geworden ist, weil alle Songs sehr vertraut klingen."

Auch die Vermarktungsstrategie der Musikerin stößt manchen Anhängern sauer auf. Die britische Autorin Kristiane Westray nimmt gegenüber der New York Post vor allem die unzähligen Albumvarianten ins Visier: "Es gab ungefähr 30 verschiedene Varianten von 'Midnights', und bei 'The Life of a Showgirl' war es genauso, und das wird offensichtlich gemacht, um die Verkaufszahlen anzukurbeln." Allein in der Veröffentlichungswoche kam Taylors jüngstes Werk in 27 physischen Ausgaben auf den Markt. Dazu zählten 16 CDs, acht Vinylversionen, zwei Deluxe-CDs samt Kleidung und eine Kassette. Hinzu kamen elf digitale Varianten. Wirtschaftlich ist diese Strategie erfolgreich: In der ersten Woche verkaufte sich das Album mehr als vier Millionen Mal. Außerdem hält Taylor mit 33 Auszeichnungen den Rekord bei den MTV VMAs und besitzt 14 Grammys. Kristiane hatte sich früher stark mit Songs über Liebeskummer, Träume und Freundschaften identifiziert. Der Besuch der "Eras Tour" im Londoner Wembley-Stadion wurde für sie jedoch zum Wendepunkt. Dass Taylor heute zum Massenphänomen und zur Milliardärin geworden ist, lässt die persönliche Verbindung verblassen.

Die Entfremdung einiger Fans fällt dabei ausgerechnet in eine scheinbar glückliche Phase der Sängerin: Am 3. Juli 2026 gaben sie und Footballstar Travis sich im Madison Square Garden das Jawort. Obwohl zahlreiche Stars bei der Hochzeit mitten in New York dabei waren, veröffentlichte das Paar bislang keine Bilder von der Feier. Berichten zufolge können sich Taylor und Travis grundsätzlich eine Familie vorstellen. Vorerst sollen für die Sängerin aber ihre Karriere und neue Musik im Mittelpunkt stehen. Parallel zu den vier zusätzlichen Songs arbeitet sie angeblich bereits an einem weiteren Album und denkt über eine Tournee im Jahr 2027 nach. Die Kritik zielt damit längst nicht nur auf einzelne Lieder, sondern auf eine gefühlte Distanz. Content-Creatorin Britton Rae erklärte gegenüber der New York Post: "Manchmal werde ich nostalgisch und traurig, wenn ich daran denke, wie sie ihren Fans gegenüber 'früher war'. Sie ist zurückhaltender, geschliffener und stärker von der Außenwelt abgeschirmt, zu der leider neben ihren Kritikern auch wir Fans gehören."

Taylor Swift bei der Songwriters Hall of Fame Induction Ceremony 2026 in New York
Getty Images
Taylor Swift bei der Songwriters Hall of Fame Induction Ceremony 2026 in New York
Taylor Swift und Travis Kelce, Mai 2026
Getty Images
Taylor Swift und Travis Kelce, Mai 2026
Taylor Swift nimmt bei den MTV VMAs 2026 in Los Angeles die Artist Director Honors entgegen
Getty Images
Taylor Swift nimmt bei den MTV VMAs 2026 in Los Angeles die Artist Director Honors entgegen
Sind Taylors Kritikerinnen mit ihrem Vorwurf im Recht, ihre Musik klinge inzwischen zu glatt?