"Breaking Bad"-Star RJ Mitte sprach über seine Lebensträume
Nur wenige Tage vor seinem Tod sprach RJ Mitte (†34) ausführlich über seine Einstellung zum Leben und über seine Träume. In "The Joe Vulpis Podcast" erklärte der aus Breaking Bad bekannte Schauspieler vor Kurzem: "Ich koste das Leben voll aus. Ich versuche es immer. Ich habe nur eine sehr begrenzte Zeit." Am 12. Oktober starb RJ dann im Alter von 34 Jahren in Brownsville im US-Bundesstaat Texas. Das Gespräch war nur eine Woche zuvor veröffentlicht worden. Seine Worte fielen allerdings nicht als konkrete Aussage über seinen bevorstehenden Tod. Es ging in dem Gespräch darum, wie er für intensive Rollen auf eigene schwierige Lebenserfahrungen zurückgreift. Vor diesem Hintergrund beschrieb er, weshalb er das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen möglichst vollständig annehmen wollte und warum Erlebtes für seine Arbeit vor der Kamera eine wichtige Rolle spielte.
In dem Podcast berichtete RJ, in seinem Leben bereits sehr viel gesehen zu haben – Schönes wie Erschütterndes. "Ich habe viel gesehen. Ich habe eine Menge Scheiße in dieser Welt gesehen. Ich habe die schönsten Dinge gesehen, und ich habe einige der abscheulichsten Dinge bei der Arbeit mit Gemeinschaften auf der ganzen Welt gesehen", berichtete er in "The Joe Vulpis Podcast". Seinen Erfolg wollte der Schauspieler deshalb vor allem einsetzen, um anderen zu helfen und gesellschaftlich etwas zu verändern. Als seine größte Errungenschaft bezeichnete er deshalb nicht Preise oder andere Begleiterscheinungen seiner Bekanntheit, sondern die Möglichkeit, mit seiner Stimme sinnvolle Anliegen zu unterstützen. Besonders glücklich habe ihn seine Arbeit als Präsident seiner eigenen Stiftung gemacht. Auch künftig wollte RJ an dieser Haltung festhalten. Er wolle "den Traum weiterleben", selbst wenn "jeder Traum ein Albtraum sein könnte". Entscheidend sei für ihn: "Lebe ihn einfach weiter, geh einfach weiter voran." RJs Sprecher bestätigte gegenüber TMZ am 12. Oktober seinen Tod in Texas, sein Publizist erklärte, der Schauspieler sei durch Suizid gestorben.
Einem Millionenpublikum war RJ als Walter White Jr. in "Breaking Bad" bekannt. Ebenso wie seine Serienfigur lebte der Schauspieler mit Zerebralparese. Seine Reichweite nutzte er später, um sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung und weitere soziale Anliegen einzusetzen. In dem Podcastgespräch blickte er auch auf seine Zeit am Set zurück. Besonders das letzte Telefonat zwischen Walter White und dessen Sohn sei für ihn schauspielerisch anspruchsvoll gewesen. Mit zunehmendem Alter habe er die emotionale Tragweite dieser Szene noch einmal anders verstanden. Als RJ für die Rolle vorsprach, war er erst 14 Jahre alt. Neben der Schauspielerei prägten vor allem sein soziales Engagement und seine Stiftung sein Leben. Seine öffentliche Stimme verstand er dem Gespräch zufolge als konkrete Möglichkeit, Aufmerksamkeit auf bedeutsame Themen zu lenken und damit im Leben anderer etwas zu bewirken.
Bist du selbst depressiv oder hast du Suizid-Gedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.
























