Fehlverhalten: Richter kippt Anklage gegen Timothy Busfield
Im Missbrauchsprozess gegen Timothy Busfield (69) gibt es fürs Erste positive Nachrichten: Ein Richter in New Mexico hat die Anklage der Grand Jury gekippt. Das zeigt ein offizieller Gerichtsbeschluss, der TMZ vorliegt. Grund für diesen Hammer war allerdings nicht die Frage, ob der Schauspieler und Regisseur unschuldig ist, sondern angebliche Patzer der Staatsanwaltschaft im bisherigen Verfahren. Juristisch vom Tisch ist die Sache für Timothy damit allerdings noch nicht. Die Strafverfolger haben nämlich weiterhin die Möglichkeit, in derselben Angelegenheit erneut Anklage gegen ihn zu erheben. Der aktuelle Beschluss bezieht sich ausschließlich auf die bislang erhobene Anklage und ist ausdrücklich kein Freispruch. Wie es nun weitergeht und ob die Behörden einen neuen Anlauf nehmen, ist bislang offen.
Konkret wirft der Richter der Staatsanwaltschaft laut TMZ gleich mehrere Versäumnisse vor. So soll sie gegenüber der Grand Jury falsch dargestellt haben, inwieweit die Ergebnisse eines Lügendetektortests überhaupt als Beweismittel zulässig sind. Ein weiterer Aspekt verschärfte die juristische Situation: Das Gericht rügte, dass bestimmte Zeugen nicht geladen wurden, obgleich das Gremium der Geschworenen explizit um deren Anhörung ersucht hatte. Infolgedessen stufte das Gericht das Verfahren vor der Grand Jury als prozessual fehlerhaft ein. Für den Beschuldigten resultiert aus dieser Entscheidung primär ein temporärer Aufschub – eine finale Einstellung des Ermittlungsverfahrens ist damit indessen nicht verknüpft. Die Tür für ein neues Verfahren bleibt offen, sollte die Staatsanwaltschaft diesen Weg einschlagen. Der Schauspieler selbst hat sich öffentlich bislang nicht zu dem Beschluss geäußert.
Schon vor drei Monaten hatte Timothy versucht, die Anklage der Grand Jury abweisen zu lassen. Seine Anwälte erklärten damals, dass den Geschworenen wichtige entlastende Beweise verheimlicht worden seien. In dem Schreiben wurde unter anderem ein interner Check von Warner Bros. erwähnt, der angeblich keinerlei belastende Beweise geliefert hatte. Zudem legte er einen bestandenen Lügendetektortest sowie mehrere eidesstattliche Zeugenaussagen vor, die seine Unschuld untermauern sollten. In dem Test hatte der Regisseur angegeben, eines der mutmaßlichen Opfer niemals unangemessen berührt zu haben. Timothy ist seit Jahrzehnten im Filmgeschäft tätig, stand selbst vor der Kamera und führte bei zahlreichen Produktionen Regie. Privat ist er mit Melissa Gilbert (62) verheiratet und Vater von drei Kindern.





















