Verleumdungsklage von Mariah Carey Bruders wurde abgewiesen

Verleumdungsklage von Mariah Carey Bruders wurde abgewiesen

- Louisa Riepe
Lesezeit: 2 min
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Mariah Carey (57) kann im jahrelangen Rechtsstreit mit ihrem Bruder Morgan Carey endlich einen Erfolg verbuchen. Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaats New York wies dessen Verleumdungsklage am Montag in vollem Umfang ab, wie unter anderem Rolling Stone berichtet. Morgan warf der Sängerin vor, sein Ansehen mit Passagen aus ihren Memoiren "The Meaning of Mariah Carey" zerstört zu haben und forderte deshalb 20 Millionen Dollar [17,8 Millionen Euro] von ihr. In dem 2020 erschienenen Buch zeichnete sie unter anderem das Bild eines gewalttätigen Bruders und brachte ihn zudem mit dem Handel von Kokain in Verbindung. Richterin Leslie A. Stroth kam jedoch zu dem Schluss, dass die rechtlichen Voraussetzungen für eine solche Klage nicht gegeben seien. Ein endgültiger Schlussstrich unter den Geschwisterstreit ist das allerdings noch nicht: Morgans Anwalt Richard Altman kündigte umgehend an, gegen die Entscheidung in Berufung zu gehen.

Morgan hatte seine Klage bereits 2021 eingereicht. Das Gericht sah es nun als nicht ausreichend belegt an, dass die Musikerin die strittigen Stellen wissentlich falsch oder unter bewusster Missachtung der Wahrheit veröffentlicht hat. "Der Kläger hat eine tatsächliche Böswilligkeit aufseiten der Beklagten nicht ausreichend dargelegt", heißt es in dem Beschluss, aus dem Rolling Stone zitiert. Auch eine von Morgan behauptete Abneigung seiner Schwester ihm gegenüber genüge als Nachweis nicht. Mariahs Anwalt John Rosenberg zeigte sich zufrieden: Seine Mandantin sei "erfreut, dass das Gericht anerkannt hat, dass ihre Memoiren wichtige Fragen von öffentlichem Interesse behandeln, und die Verleumdungsansprüche ihres Bruders in vollem Umfang abgewiesen hat". Richard hingegen widersprach dem Urteil: "Wir widersprechen der heutigen Entscheidung respektvoll, da sie mit früheren Entscheidungen in diesem Fall völlig unvereinbar ist."

Schon Monate vor dem aktuellen Dämpfer für Morgan war der Streit eskaliert. Damals berichtete TMZ unter Berufung auf Gerichtsdokumente, Morgan habe Mariah vorgeworfen, sich einer Befragung unter Eid zu entziehen und Fristen zur Herausgabe von Unterlagen verpasst zu haben. Das Lager der Sängerin hielt dagegen und erklärte: "Ms. Carey hat sich nie geweigert, für eine Befragung zu erscheinen, und das Gericht hat ihr dies auch nie ausdrücklich aufgetragen." Auch Mariah selbst schoss zurück. Den Antrag ihres Bruders nannte sie einen "missgeleiteten Versuch, taktische Vorteile zu erlangen", und machte seine "wiederholte Einreichung unbegründeter Anträge" dafür verantwortlich, dass sich das Verfahren hingezogen habe.

Mariah Carey bei der MusiCares Person of the Year Gala 2026 in Los Angeles
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