Michael Sheen verschenkte offenbar fast sein ganzes Geld
Michael Sheen (57) hat nie viel am Geld gehangen. Der Schauspieler hat nach eigener Darstellung den Großteil seiner Einnahmen wieder aus der Hand gegeben. Im Saga Magazine zieht er nun Bilanz: "Ich hatte großes Glück, dass ich viel Geld verdienen konnte, aber entweder absichtlich oder aus Versehen habe ich am Ende so ziemlich alles davon weggegeben." Konkret trennte er sich von Immobilien, um ein Projekt für Obdachlose zu unterstützen. Ein anderes Mal zahlte er 100.000 Pfund (119.000 Euro) aus eigener Tasche, damit die Schulden völlig fremder Menschen anonym getilgt wurden. "Ich werde große Summen in dieses oder jenes investieren, weil ich sie wieder zurückverdienen kann. Ich habe mich im Grunde genommen zu einem Sozialunternehmen, zu einem gemeinnützigen Schauspieler gemacht", so Michael.
Diese Gleichgültigkeit gegenüber Besitz begleitet Michael schon sein halbes Leben. Als Teenager habe er sich kaum für seinen Kontostand interessiert. "Mit 18 war es mir egal, ob ich Geld hatte oder nicht. Ich lebte nicht in Armut, aber ich kam mit dem aus, was ich hatte", sagte er dem Magazin. Er sieht darin ein Muster, das sich durch sein Leben zieht: "Wie bei vielen Dingen in meinem Leben bin ich weggegangen und dann wieder nach Hause zurückgekehrt, zurück zu dem Punkt, an dem ich angefangen habe." Auch gut vierzig Jahre später hat sich daran wenig geändert. "Ich möchte sicherstellen, dass es meiner Familie gut geht und wir ein Dach über dem Kopf haben und all das, aber mit 57 empfinde ich dabei genauso wie mit 18. Das hätte ich nie erwartet", betonte er.
Prägend ist für Michael vor allem seine Rolle als Vater. Er hat drei Töchter: Die 27-jährige Lily-Rose stammt aus der Beziehung mit der Schauspielerin Kate Beckinsale (53), die siebenjährige Lyra und die vierjährige Mabli aus der Partnerschaft mit Anna Lundberg. Das Elternsein habe seine Sicht auf alles verschoben. "Bei all den Achterbahnfahrten und all meinen Fehlern verändert es einen einfach so sehr. Meine Lebenserfahrung ist völlig anders, weil ich Vater geworden bin", schilderte er. Sein Ehrgeiz ist dabei ungebrochen: Mit 57 will er nach eigener Aussage immer noch etwas bewegen und die Welt verändern. Nur manche Selbstzweifel von früher sind verschwunden.


























