Queen Elizabeths Cousine Elizabeth Alice Wise stirbt mit 89
Das britische Königshaus trauert um ein Mitglied der weitverzweigten Familie: Elizabeth Alice Wise ist am 2. August 2026 im Alter von 89 Jahren gestorben. Wie The Times berichtet, verstarb die entfernte Cousine der verstorbenen Queen Elizabeth II. (†96) und Verwandte von König Charles (77) im Friarage Hospital in Northallerton in der englischen Grafschaft Yorkshire. Die Ururenkelin von Queen Victoria wurde jedoch nicht nur wegen ihrer royalen Abstammung bekannt. Ihr Leben war von einer Tragödie überschattet, die 1974 für Schlagzeilen sorgte: Damals gab sie ihrer erst neun Monate alten Tochter Emma Charlotte, die schwer hirngeschädigt war, eine tödliche Überdosis Schlaftabletten. Vor Gericht bekannte sie sich des Totschlags bei verminderter Schuldfähigkeit schuldig. Angesichts der besonderen Umstände fiel das Urteil milde aus – sie erhielt lediglich ein Jahr auf Bewährung.
Elizabeth hatte sich lange ein Kind gewünscht und brachte Emma mit etwa 36 Jahren zur Welt. Doch nur neun Tage nach der Geburt erkrankte das Baby an einer schweren viralen Infektion und fiel innerhalb von 24 Stunden in ein tiefes Koma. Im Radcliffe Infirmary in Oxford stellten die Ärzte eine massive Hirnschädigung fest, ausgelöst durch eine Enzephalitis. In den folgenden neun Monaten widmete die Mutter ihrer Tochter jede wache Minute und suchte selbst in Australien nach einer Behandlungsmöglichkeit. Am Ende hatte die Infektion drei Viertel von Emmas Gehirn zerstört. Am 3. Juni 1974 verabreichte Elizabeth ihr das Schlafmittel Mandrax – in der Hoffnung, ihr Kind werde "schnell, friedlich und schmerzlos" sterben, wie das Newsportal berichtet. Das Reading Crown Court berücksichtigte ihre Ausnahmesituation. Der Richter sprach von einem "Extremfall selbst unter außergewöhnlichen Fällen" und verurteilte sie zu einem Jahr Bewährung.
Nach dem Tod ihrer Tochter machte Elizabeth ihr Schicksal öffentlich zum Thema. Sie setzte sich dafür ein, dass Eltern schwerstbehinderter Kinder mehr Unterstützung erhalten. In der BBC-Sendung "The World This Weekend" beteiligte sie sich außerdem an der Debatte darüber, ob Ärzte das Leben von Kindern in vergleichbaren Situationen künstlich verlängern sollten. Auch innerhalb der Familie erfuhr sie Zuspruch: Queen Elizabeth soll ihrer Verwandten nach der Festnahme mit Mitgefühl begegnet sein und ihr in dieser schweren Zeit Trost gespendet haben. Zur Welt kam Elizabeth 1936 im Kensington Palace als jüngstes Kind von Colonel Sir Henry Abel Smith und Prinzessin May of Teck. Ihre Großmutter Prinzessin Alice, Countess of Athlone, war eine Enkelin von Queen Victoria. Einen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie in Ottawa.









