Marius' Sargdienst war wohl König Haralds letzter Wunsch

Marius' Sargdienst war wohl König Haralds letzter Wunsch

- Anja-Stine Andresen
Lesezeit: 2 min
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Beim Abschied von König Harald V. (†89) richteten sich unzählige Augen auf Marius Borg Høiby (29). Der Sohn von Königin Mette-Marit (53) wurde im Juni wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und mehrfacher Verstöße gegen ein Kontaktverbot zu vier Jahren Haft verurteilt. Trotzdem trug er gemeinsam mit den Kindern und Enkelkindern des verstorbenen Oberhaupts von Norwegen dessen Sarg durch das königliche Schloss. Die Bilder dieser familiären Handlung wurden live im TV übertragen. Anschließend nahm Marius auch an der Beerdigung seines Stiefgroßvaters teil. Royalexperte Lindwall hält es für denkbar, dass Harald diesen Wunsch selbst geäußert hatte. "Ich finde, es war eine schöne Geste, dass Marius den Sarg mittragen durfte. Er ist mit König Harald aufgewachsen und ich würde fast darauf wetten, dass dies der letzte Wunsch des verstorbenen Königs war. Ich glaube, Harald hat darum gebeten", überlegte der Fachmann laut Expressen.

Auch die Hofexpertin Tove Taalesen sieht Marius' Teilnahme als selbstverständlich an. Sie verweist auf die persönliche Bürde des jungen Mannes. "Er ist ein Enkelkind in Trauer und selbstverständlich sollte er sich auf derselben Ebene wie die anderen Enkelkinder verabschieden können", behauptete sie und ergänzte: "Ich finde nicht, dass das eigentlich kontrovers sein sollte. Ich verstehe sehr gut, dass König Haakon in einer solchen Situation seine Familie an die erste Stelle setzt." Die Fachfrau kritisierte dafür die mediale Inszenierung des intimen Augenblicks: "Es war eine starke und private Familienhandlung, die meiner Meinung nach nicht Teil der öffentlichen Zeremonie hätte sein müssen."

Auch Palastexpertin Caroline Vagle hob die enge Verbindung zwischen Marius und Haakon gegenüber Se og Hør hervor. "Ich möchte einen König, der allen gegenüber Großzügigkeit zeigt und dann wäre es sehr merkwürdig, den eigenen Bonussohn davon auszuschließen, sich von dem zu verabschieden, der fast sein ganzes Leben lang ein Großvater für ihn gewesen ist", betonte sie und führte aus: "Gleichzeitig verstehe ich, dass dies mit Blick auf die Opfer schwierig ist. Hier sollte die Königsfamilie in einem anderen Zusammenhang wohl deutlicher Stellung beziehen, aber gerade, wenn sie von einem geliebten Familienmitglied Abschied nimmt, finde ich es natürlich, dass alle da sind und zusammenstehen." Für die Beerdigung seines Stiefopas war Marius vorübergehend aus der Haft entlassen worden.

Emma Tallulah Behn, Marius Borg Høiby, Maud Angelica Behn und Leah Isadora Behn bei der Trauerfeier für König Harald V in Oslo
Getty Images
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Die norwegische Königsfamilie Weihnachten 2013
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Norwegische Royals beim Royal Silver Jubiläum in Trondheim
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