Prinzessin Dianas tödlicher Unfall: So reagierte die Queen
Fast 30 Jahre nach dem tragischen Verlust von Prinzessin Diana (†36) wirft die damalige Reaktion von Königin Elizabeth II. (†96) auf das Unglück erneut Fragen auf. In seinen aktuellen Memoiren "Swan Song: Diana, My Sister" beschreibt Dianas Bruder Charles (62) Earl Spencer den Moment, als die Monarchin 1997 mit den ersten Nachrichten über den Pariser Autounfall konfrontiert wurde. Den Schilderungen zufolge schätzte die Queen den Ernst der Lage in jenen ersten Minuten noch vollkommen falsch ein und ahnte nicht, wie dramatisch sich die Situation zuspitzen würde. Ungehalten soll sie gefragt haben: "Was stellt sie jetzt schon wieder an?" Erst danach sei das volle Ausmaß der Katastrophe deutlich geworden: Diana starb bei dem Unfall im Alter von nur 36 Jahren. Charles präsentiert den Satz in seinen Memoiren als spontane erste Regung der Königin – geäußert zu einem Zeitpunkt, an dem noch niemand ahnte, dass der Unfall für die Prinzessin tödlich enden würde.
Aus Kreisen des britischen Königshauses regt sich jedoch vehementer Protest. Laut einem Bericht des Mirror weisen Insider, die den Royals nahestehen, die Version von Earl Spencer entschieden zurück und brandmarken die Behauptungen unmissverständlich als "völligen Blödsinn". Diese Debatte rührt an eine der schmerzhaftesten Epochen in der modernen Historie des Hauses Windsor. Im Jahr 1981 hatte Diana im Alter von 20 Jahren dem damaligen Prinzen Charles das Jawort gegeben – die Zeremonie in der Londoner St. Paul's Cathedral ging vor einem weltweiten Millionenpublikum als absolute Traumhochzeit in die Geschichte ein. Doch das Bild bröckelte über die Jahre: 1992 trennte sich das Paar, 1996 folgte die Scheidung. Nur ein Jahr später kam Diana in Paris ums Leben. Das Verhältnis zwischen der Prinzessin und dem Palast war zu diesem Zeitpunkt bereits stark belastet.
In seinem Werk berichtet Charles Spencer von einem weiteren bemerkenswerten Vorfall, der sich am Tag von Dianas Trauerfeier im September 1997 ereignet haben soll. Demnach beabsichtigte Königin Elizabeth II., ihrer verstorbenen Ex-Schwiegertochter den Titel "Ihre Königliche Hoheit", der ihr im Zuge der Scheidung entzogen worden war, posthum wieder zuzuerkennen. Übermittelt wurde diese Offerte angeblich von Robert Fellowes (†82), dem damaligen Privatsekretär der Monarchin – und zwar mitten während der Zugfahrt zur privaten Bestattung auf dem Familiensitz Althorp in Northamptonshire. Der Bruder der Prinzessin lehnte den Vorstoß jedoch ab. Nach seiner Darstellung hatte der Verlust des Titels Diana zu Lebzeiten schwer verletzt, weshalb eine nachträgliche Rückgabe für ihn keinen Sinn mehr ergab. Diana wurde auf dem Anwesen ihrer Familie beigesetzt, auf einer Insel inmitten eines Sees.


























