"The Shards": Diese Serie könnte "Euphoria"-Fans gefallen
Wer die düstere Stimmung von Euphoria vermisst, bekommt jetzt Nachschub: Am 6. August 2026 startete Ryan Murphys (60) neue Serie "The Shards" bei Disney+. Die Vorlage liefert der gleichnamige, autofiktionale Bestseller von Bret Easton Ellis (62). Die Handlung spielt in den 1980er-Jahren an einer Privatschule in Kalifornien. Im Zentrum steht eine fiktionalisierte Version des Autors, gespielt von Igby Rigney. Als der geheimnisvolle Neuzugang Robert Mallory, gespielt von Homer (26) Gere, an der Schule auftaucht, gerät Brets Leben komplett aus den Fugen. Parallel dazu treibt ein Serienmörder sein Unwesen und versetzt Bret, seine Partnerin Debbie und den gesamten Freundeskreis in Angst. Die Mischung aus Coming-of-Age-Erzählung, Achtzigerjahre-Setting, Serienkiller-Mystery und deutlichen Horrorelementen hebt das Projekt trotz aller Parallelen zu "Euphoria" von klassischen Teenieserien ab.
Murphys Handschrift ist dabei laut kino.de kaum zu übersehen: schrille Figuren, unerwartet komische Momente, überraschende Wendungen und eine Atmosphäre, die von Folge zu Folge finsterer wird. Auch Assoziationen zu "Cruel Summer" liegen nahe. Der Cast selbst sieht die Serie allerdings nicht als bloßen "Euphoria"-Abklatsch. Igby führt die Eigenständigkeit vor allem auf die literarische Vorlage und den unverwechselbaren Stil von "American Psycho"-Autor Bret Easton Ellis zurück. Homer betonte im Rahmen eines Cast-Interviews in Berlin den Genremix: "Ich finde, dass 'The Shards' ein viel stärker ausgeprägtes Horror- beziehungsweise Gruselelement hat. Das unterscheidet sie von anderen Coming-of-Age-Serien. Und genau das liegt Ryan besonders – diese Aspekte gehören zu seinen größten Stärken." Hayes hob dort außerdem das Spiel mit Wahrnehmung und Wahrheit hervor: "Es steckt so viel darin, dass selbst ich mich noch frage, was tatsächlich vorgefallen ist, was real ist und was nicht. Die 1980er waren eine völlig verrückte Zeit."
Die düsteren Geschichten gingen an den Darstellern nicht spurlos vorbei. Hayes erzählte, dass sie nach Drehtagen von bis zu 18 Stunden immer schwerer von ihrer Rolle loslassen konnte – je weiter die Handlung fortschritt, desto bedrückender wurde die Stimmung am Set. Homer wählte einen anderen Weg und schuf bewusst Abstand zwischen den einzelnen Takes und Drehtagen. So wollte er verhindern, dass ihn die spannungsgeladenen Beziehungen der Figuren dauerhaft in einem extrem intensiven Zustand halten. Herausfordernd war für ihn zunächst auch das widersprüchliche Verhalten seiner Figur: Weil ihm ein fester Anhaltspunkt für Robert fehlte, musste er immer wieder neu bestimmen, wie dieser den unterschiedlichen Menschen in seinem Umfeld begegnet. Später empfand der Schauspieler diese Offenheit jedoch als Chance, die Rolle freier zu gestalten.










