"Herr der Ringe": Viggo Mortensen kritisiert Spezialeffekte
Viggo Mortensen (67) findet deutliche Worte zu Mittelerde: Der "Herr der Ringe"-Star hat jetzt verraten, dass er mit den letzten beiden Kinohits der Fantasy-Trilogie hadert. Im Gespräch mit The Telegraph, aus dem SlashFilm zitiert, erklärte der Aragorn-Darsteller, dass ihn vor allem der Umgang mit den Spezialeffekten in "Die zwei Türme" und "Die Rückkehr des Königs" stört. Während viele Fans die Filme bis heute feiern und sie bei Awardshows abräumten, sieht Viggo eine entscheidende Entwicklung kritisch – und spricht offen darüber, was für ihn im Vergleich zu "Die Gefährten" verloren gegangen ist.
In dem Interview macht der Schauspieler klar, dass für ihn der erste Teil noch den perfekten Mix hatte. "Der zweite Film fing in meinen Augen bereits an, das Ausmaß der Effekte zu überschreiten und dann gab es sehr viele Spezialeffekte im dritten", so Viggo gegenüber The Telegraph. Die Technik sei zwar beeindruckend, aber der subtile Zauber, den er in "Die Gefährten" spürte, sei in den Nachfolgern verschwunden. Die "Hobbit"-Trilogie gehe aus seiner Sicht noch einen Schritt weiter: Dort sei das Übermaß an visuellen Tricks endgültig auf die Spitze getrieben worden. Seine Kritik beschränkt sich aber nicht nur auf Mittelerde: Auch bei Peter Jacksons Drama "In meinem Himmel" findet Viggo, das Projekt sei mit rund 90 Millionen US-Dollar viel zu teuer und zu effektschwer angelegt gewesen, wo er sich eigentlich einen kleineren, ruhigeren Film erhofft hatte.
Viggo und Peter Jackson verbindet trotz der kritischen Töne eine lange gemeinsame Vergangenheit. Der Hollywoodstar wurde durch die "Herr der Ringe"-Filme weltweit bekannt und verbrachte während der Dreharbeiten viel Zeit in Neuseeland, wo sich das Filmteam über die Jahre eng zusammenfand. Der Schauspieler ist für seine eher zurückhaltende Art bekannt und betont in Interviews immer wieder, wie wichtig ihm Authentizität und Bodenständigkeit sind. Auch privat hält sich Viggo mit Einblicken zurück, spricht aber gern über seine Liebe zur Kunst und zur Literatur. Seine nachdenkliche Haltung spiegelt sich nun auch in seinem Blick auf Mittelerde wider, wenn er erzählt, wie sehr ihn die ruhigen, handgemachten Momente der frühen Zusammenarbeit geprägt haben.











