Sean Astin musste trotz "Herr der Ringe" sein Haus verkaufen
Sean Astin (55) hat mit seiner Rolle als Samweis Gamdschie in der "Herr der Ringe"-Trilogie Filmgeschichte geschrieben - finanziell hat ihm das allerdings kaum etwas eingebracht. In einem Interview mit The Guardian, das am 27. Juli veröffentlicht wurde, sprach der Schauspieler offen über seine damalige Gage. Demnach war das Honorar für die drei Filme so gering, dass er sogar sein Haus verkaufen musste. "Es war nicht viel Geld! Tatsächlich musste ich mein Haus verkaufen, weil ich so einen kleinen Betrag für die Trilogie ausgehandelt hatte", sagte er im Gespräch. Dabei betonte er das Missverhältnis zwischen dem enormen Rummel um seine Person und den tatsächlichen Einnahmen: "Ich war nicht auf dieses Ausmaß an Aufmerksamkeit und Zugänglichkeit vorbereitet. Und es gab eine Diskrepanz zwischen der Aufmerksamkeit, die ich bekam, und dem Geld, das wir hatten."
Die Trilogie, die unter der Regie von Peter Jackson (64) entstand und unter anderem mit Sean Bean (67), Cate Blanchett (57), Ian McKellen (87), Viggo Mortensen (67) und Orlando Bloom (49) besetzt war, spielte weltweit über 2,5 Milliarden Euro ein und gewann 17 Oscars. Dass die Schauspieler davon finanziell kaum profitierten, lag laut Astins Schauspielkollegen Elijah Wood (45) daran, dass alle drei Filme gleichzeitig gedreht wurden. Gegenüber Business Insider erklärte Elijah, dass die Darsteller ihre Verträge daher nie neu verhandeln konnten - und somit nicht von den Kassenerfolgen profitierten. Heute stehe er aber gut da, betonte Sean im Gespräch mit The Guardian: "Ich bin jetzt finanziell sehr komfortabel aufgestellt." Und sollte er für neue Mittelerde-Projekte angefragt werden, will er sich das diesmal besser bezahlen lassen: "Verdammt nochmal, ja", antwortete er auf die Frage, ob er beim nächsten Mal eine bessere Gage erwarte.
Sean wurde am 25. Februar 1971 als Sohn der Schauspielerin Patty Duke (79) geboren, die 2016 verstarb. Bereits als Kind feierte er seinen Durchbruch, nämlich 1985 in "The Goonies". Sein Weg führte ihn über Rollen in Filmen wie "Rudy" und Serien wie Stranger Things bis hin zur globalen Bekanntheit durch "Herr der Ringe". Gegenüber The Guardian beschrieb er seine Karriere als eine Abfolge von Rollen, die er als Charaktere für den "arbeitenden Mann" bezeichnet: "Rudy kommt aus einer Stahlmühle, Samweis ist ein Gärtner, er hat die Hände in der Erde." Im September 2025 wurde er zum Präsidenten der Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA gewählt - ein Amt, das bereits seine Mutter Patty rund 40 Jahre zuvor bekleidet hatte.










