Nach Kritik: Marius Borg Høiby bleibt Astrids Begräbnis fern

Nach Kritik: Marius Borg Høiby bleibt Astrids Begräbnis fern

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 3 min
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Marius Borg Høiby (29) wird Prinzessin Astrids (†94) Beerdigung am Mittwoch in Oslo nicht besuchen. Der Sohn von Königin Mette-Marit (53) sitzt derzeit in Haft und hat für die Trauerfeier am Mittwoch in Oslo keinen Ausgang beantragt. Das bestätigte Polizeianwältin Oda Karterud gegenüber der norwegischen Zeitung Nettavisen per SMS: "Wir haben keinen entsprechenden Antrag erhalten." Damit steht fest, dass Marius bei der Beisetzung der am 11. September verstorbenen Prinzessin fehlen wird. Der norwegische Hof hatte zuvor keine Auskunft dazu gegeben, ob er an dem Abschied teilnehmen werde. Sein Fernbleiben folgt nur wenige Tage nach heftigen Diskussionen um seine Rolle bei König Haralds (†89) Beerdigung. Dort hatte der verurteilte Marius den Sarg des Monarchen durch das königliche Schloss getragen und anschließend auch die Trauerfeier besucht. Insbesondere der Sargdienst hatte Kritik ausgelöst, da Marius offiziell nicht zum norwegischen Königshaus gehört.

Haralds Trauerfeier hatte am 9. September in der norwegischen Hauptstadt stattgefunden. Nur zwei Tage später starb Prinzessin Astrid, deren Beerdigung für den 23. September in der norwegischen Hauptstadt geplant ist. Marius' Auftritt beim Abschied von Harald hatte zuvor sehr unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Königshausexpertin Tove Taalesen kritisierte vor allem die Entscheidung, Marius den Sarg tragen zu lassen. Gegenüber der Zeitschrift Se og Hør sagte sie: "Wenn König Haakon weiter mit dem Argument arbeitet, dass Marius kein Teil des Königshauses ist, dann ist es falsch, wenn er den Sarg des Königs durch die offiziellen Räume des Palastes trägt, live im Fernsehen." Eine Umfrage der norwegischen Tageszeitung VG zeigte allerdings auch Rückhalt: 58 Prozent der Befragten fanden es richtig, dass er den Sarg tragen durfte.

Marius wuchs mit Harald als Stiefgroßvater auf und betrachtete den Monarchen als seinen Großvater. Befürworter des Sargdienstes verwiesen deshalb auf die enge familiäre Verbindung zwischen den beiden. Beim Abschied trug der Sohn von Mette-Marit den Sarg gemeinsam mit den Kindern und Enkelkindern des Verstorbenen durch das Schloss und war anschließend bei der Beerdigung dabei. Royalexperten werteten seine Beteiligung als persönliche Geste innerhalb der Familie und nicht als offizielle Aufgabe für das Königshaus. Zudem soll der Sargdienst Haralds letzter Wunsch gewesen sein. Im Juni war Marius zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und mehrfacher Verstöße gegen ein Kontaktverbot schuldig. Für Haralds Trauerfeier hatte er die Haft vorübergehend verlassen dürfen. Einen entsprechenden Antrag für Astrids Beisetzung stellte er nun offenbar nicht. Daher wird die königliche Familie am Mittwoch ohne Marius von der verstorbenen Prinzessin Abschied nehmen.

Marius Borg Høiby bei der Trauerfeier für König Harald V in Oslo, 9. September 2026
Getty Images
Marius Borg Høiby bei der Trauerfeier für König Harald V in Oslo, 9. September 2026
Prinzessin Astrid von Norwegen bei der Ausstellungseröffnung im Queen Sonja KunstStall in Oslo
Getty Images
Prinzessin Astrid von Norwegen bei der Ausstellungseröffnung im Queen Sonja KunstStall in Oslo
Emma Tallulah Behn, Marius Borg Høiby, Maud Angelica Behn und Leah Isadora Behn bei der Trauerfeier für König Harald V in Oslo
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Emma Tallulah Behn, Marius Borg Høiby, Maud Angelica Behn und Leah Isadora Behn bei der Trauerfeier für König Harald V in Oslo
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