

Ulrike Folkerts findet Intimitäten am Set "ganz furchtbar"
Ulrike Folkerts (65) hat bei der Veranstaltung "Servus München – Die Bavaria Party zum Filmfest München" offen darüber gesprochen, wo für sie bei Dreharbeiten die Grenze verläuft. Wie der Merkur berichtet, plauderte die Schauspielerin dort über intime Szenen für Film- und Fernsehproduktionen – und machte deutlich, dass sie leidenschaftliche Kussszenen ganz und gar nicht mag. Obwohl sie seit Jahrzehnten vor der Kamera steht, fühlt sie sich in solchen Momenten am Set unwohl. "Ich finde das ja ganz furchtbar, wenn da so Zungenaustausch stattfindet, das muss ich echt nicht haben", stellte der Tatort-Star klar. Damit benennt sie ganz konkret jene Form von körperlicher Nähe, die sie bei Dreharbeiten am liebsten vermeiden würde.
Umso positiver bewertet Ulrike, dass sich der Umgang mit intimen Szenen in der Film- und Fernsehbranche in den vergangenen Jahren verändert hat. Entsprechende Sequenzen werden inzwischen häufig genau vorbereitet und professionell begleitet. Dabei kommen sogenannte Intimacy Coordinators zum Einsatz. Diese Fachkräfte besprechen mit den beteiligten Schauspielern deren persönliche Grenzen und stimmen im Vorfeld ab, welche Berührungen vorgesehen sind und wie der Ablauf am Set aussehen soll. So sollen sensible Szenen kontrolliert umgesetzt werden, ohne dass sich jemand unwohl oder bedrängt fühlt. Wie wichtig diese Unterstützung sein kann, erläuterte Ulrike ebenfalls gegenüber dem Merkur: "Es gibt ja inzwischen Intimacy Coordinator, die am Set sind und genau diese intimen Szenen mit Schauspielern komplett durchsprechen, damit nichts Übergriffiges passiert." Für die Darstellerin liegt der Vorteil damit vor allem in klaren Absprachen und einem geschützten Rahmen.
Bekannt ist Ulrike vor allem durch ihre Rolle als Ludwigshafener "Tatort"-Kommissarin Lena Odenthal. Bereits seit 1989 ermittelt sie in dieser Funktion, ihr erster Fall war die Folge "Die Neue". Damit schrieb sie deutsche Fernsehgeschichte und gehört inzwischen seit mehreren Jahrzehnten fest zur beliebten Krimireihe. Ein Abschied von ihrer Paraderolle scheint für die Schauspielerin derzeit kein Thema zu sein. "Ehrlich gesagt, bin ich völlig begeistert, was ich da geschaffen habe, das ist auch ein wenig irre und überrascht mich selbst", erklärte sie gegenüber der Nachrichtenagentur dpa mit Blick auf ihre lange Zeit als Lena Odenthal.






