Alix Earles Stiefmutter spricht über Escort-Vergangenheit

Alix Earles Stiefmutter spricht über Escort-Vergangenheit

- Janine Karrasch
Lesezeit: 3 min
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Ashley Earle, besser bekannt unter ihrem früheren Namen Ashley Dupré, äußert sich in einem Essay für ELLE ausführlich zu ihrer Vergangenheit als Escort und zu den Anfängen ihrer Beziehung zu Thomas Earle, dem Vater von Alix Earle (25). "Ich war 19 und arbeitete als Cocktailkellnerin, als eine Frau auf mich zukam und sagte, ich könne 1.000 Dollar pro Stunde verdienen, wenn ich mich mit wohlhabenden Männern treffe", erinnert sie sich. Über die Agentur Emperors Club VIP, bei der sie unter dem Decknamen "Kristen" arbeitete, wurde sie im Februar 2008 an den damaligen New Yorker Gouverneur Eliot Spitzer vermittelt: Ein von ihm gebuchtes Treffen im Mayflower Hotel in Washington flog auf, weil Ermittler zuvor verdächtige Geldtransfers Spitzers an die Agentur bemerkt und sein Telefon überwacht hatten. "Ich wollte Geld und Unabhängigkeit. Aber letztlich habe ich die Entscheidung getroffen. Es war meine Entscheidung", so Ashley heute.

Ihren späteren Ehemann Thomas lernte Ashley in einem Restaurant kennen – zu einer Zeit, als er noch mit Alisa Earle verheiratet war. Diesen heiklen Umstand verschweigt sie in ihrem Essay nicht: "Wir haben eine Grenze überschritten, die wir nicht hätten überschreiten dürfen, und ich übernehme die Verantwortung für meinen Anteil daran." Auch mit Ausreden hält sie sich zurück und geht hart mit sich selbst ins Gericht: "Der Kontext ist kein Freispruch. Ich habe Entscheidungen getroffen. Einige waren leichtsinnig. Einige waren selbstsüchtig. Sie hatten Konsequenzen." Für Alisa und die Töchter Alix und Ashtin Earle habe die Affäre schmerzhafte Folgen gehabt. Ashley und Thomas heirateten schließlich 2013. Über den holprigen Beginn ihrer Beziehung sagt sie heute: "Ich kann anerkennen, dass der Beginn unserer Beziehung kompliziert war und Schmerz verursacht hat, ohne zuzulassen, dass dies alles definiert, was danach kam. Beides kann gleichzeitig existieren."

Auch das Zusammenwachsen der Patchworkfamilie verlief nicht reibungslos. Dass Alix und Ashtin sie von Anfang an akzeptieren würden, habe Ashley nie vorausgesetzt: "Sie schuldeten mir keine Akzeptanz." Erst zahlreiche offene Gespräche und genügend Zeit hätten die Familie im Laufe der Jahre näher zusammengebracht. Inzwischen begegne ihr auch Alisa mit Respekt, was sie keineswegs als Selbstverständlichkeit betrachtet. Die komplizierte Familiengeschichte spielt auch in der seit Anfang September laufenden Netflix-Realityshow "Earle Meets World" eine Rolle: In der Show stellen sich Alix, Ashtin und der Rest der Patchworkfamilie lange verdrängten Konflikten, wobei es zwischen den Schwestern wiederholt zu Streit kommt. Mit ihrem jüngeren Ich geht Ashley heute versöhnlich um: "Ich schäme mich nicht für die junge Frau, die ich war. Ich würde nicht noch einmal all ihre Entscheidungen treffen, aber ich bin auch damit fertig, mir zu wünschen, sie wäre nie da gewesen."

Ashley Earle und das Ensemble von "Earle Meets World" bei SiriusXM's The Morning Mash Up in New York, 18. August 2026
Getty Images
Ashley Earle und das Ensemble von "Earle Meets World" bei SiriusXM's The Morning Mash Up in New York, 18. August 2026
Izabel Earle, Ashley Earle, TJ Earle, Penelope Earle und Thomas Earle bei der Premiere von "Earle Meets World" in Los Angeles
Getty Images
Izabel Earle, Ashley Earle, TJ Earle, Penelope Earle und Thomas Earle bei der Premiere von "Earle Meets World" in Los Angeles
Alix Earle beim Sports Illustrated Swimsuit Social Club in New York City, 15. Mai 2026
Getty Images
Alix Earle beim Sports Illustrated Swimsuit Social Club in New York City, 15. Mai 2026
Wie findet ihr, dass Ashley Earle ihre Escortvergangenheit heute so offen aufarbeitet?