Hollywoodstar Tom Cruise liest seine Drehbücher nie selbst

Hollywoodstar Tom Cruise liest seine Drehbücher nie selbst

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min
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Wer bei Tom Cruise (64) ein Drehbuch auf dem Nachttisch vermutet, liegt falsch: Der Star lässt sich seine Skripte grundsätzlich vorlesen, statt sie selbst zu studieren. Diese ungewöhnliche Angewohnheit plauderte er kürzlich im Podcast "New Heights" der Brüder Travis (36) und Jason Kelce (38) aus, wo er eigentlich seinen neuen Film "Digger" bewarb, der am 1. Oktober in die deutschen Kinos kommt. Sein Ziel: Er will eine Geschichte völlig unvorbereitet erleben, ganz ohne eigene Erwartungen im Kopf – so, wie später das Publikum im Kino. "Ich lese die Drehbücher nicht. Ich lasse sie mir vorlesen, weil ich nicht möchte, dass meine Ideen schon Einfluss darauf nehmen", erklärte er im Gespräch. Nur so bleibe sein erster Eindruck ehrlich und unverfälscht – ein Prinzip, das für seine Projektauswahl offenbar zentral ist.

Tom will vor allem spüren, wofür die Autoren nach Monaten der Arbeit eigentlich brennen und welche Vision sie mit dem Skript verbinden. Deshalb bittet er sie direkt: "Sie kommen zu mir, und ich sitze einfach da und sage: Ich möchte, dass ihr es mir vorlest." Beim Zuhören verwandelt sich der "Mission: Impossible"-Darsteller bewusst in einen ganz normalen Kinogänger und beobachtet genau, an welchen Stellen ihn die Story mitreißt. "Ich bin das Publikum, ein Popcorn-Typ … Bin ich dabei oder nicht? Wo packt es mich, wo nicht? So funktioniere ich einfach", beschrieb er seine Methode gegenüber den Kelce-Brüdern. Dabei bleibt es nicht beim Text: Auch Vorschläge aus der Kostümabteilung, der Beleuchtung und der Kamera lässt er sich zunächst erklären, bevor er eigene Impulse einbringt.

Erst nachdem er alle Sichtweisen im Team gesammelt hat, mischt sich Tom selbst mit eigenen Vorschlägen ein und feilt gemeinsam mit dem Regie-, Kamera- und Autorenteam am endgültigen Konzept. Diese Arbeitsweise beschreibt er selbst gerne als eine Art Jazz-Improvisation im Team: Statt seine Einfälle lange anzukündigen, probiert er sie meist einfach direkt vor Ort aus. Nach eigener Aussage behält er bei jeder einzelnen Szene automatisch das große Ganze im Blick – von der Objektivwahl über die Choreografie bis zur gewünschten Stimmung am Ende. Diese Gesamtperspektive überrascht wenig, schließlich produziert er seine Actionfilme selbst und ist bereits seit dem allerersten "Mission: Impossible"-Teil von 1996 tief in alle kreativen Entscheidungen involviert. Zuletzt hatte Tom bestätigt, hohe Ansprüche an seine Co-Stars und Mitarbeiter zu haben.

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