Von Entwarnung zur Tragödie: So erfuhr Dianas Bruder vom Tod

Von Entwarnung zur Tragödie: So erfuhr Dianas Bruder vom Tod

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min
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Als in der Nacht zum 31. August 1997 in Frankreichs Hauptstadt Paris ein Mercedes gegen einen Tunnelpfeiler prallte, befand sich Charles Spencer (62) gerade in Südafrika. Wie Dianas (†36) Bruder nun in einem BBC-Interview erzählte, erreichte ihn die Nachricht vom Unfall seiner Schwester mitten in der Nacht per Telefon. Am anderen Ende der Leitung war seine Schwester Lady Jane Fellowes (69), die anfangs von einem Zusammenstoß berichtete, der "nicht allzu ernst" gewesen sei. Doch mit jedem weiteren Anruf wurden die Informationen dramatischer und die Tragödie erkennbarer. "Ich bekam immer erschütternde Anrufe von meiner Schwester. Und dann sagte meine Schwester Jane: 'Ich fürchte, sie ist gestorben'", schilderte er. Aus der ersten Nachricht sei Schritt für Schritt eine Todesnachricht geworden: "Es begann ... als kleiner Zusammenstoß, dann wurde daraus ein gebrochenes Bein, vielleicht eine Kopfverletzung und dann der Tod."

Dianas Fahrer Henri Paul war während einer Verfolgung durch Paparazzi im Pont-de-l'Alma-Tunnel gegen den 13. Pfeiler gerast. Er und auch Dianas Partner Dodi Fayed starben noch an der Unfallstelle. Die Prinzessin wurde in die Klinik Pitié-Salpêtrière gebracht, wo Ärzte mit Herzmassage und Elektroschocks um ihr Leben kämpften und versuchten ebenfalls, die inneren Blutungen zu stoppen – vergebens. Nur wenige Stunden nach dem schweren Unfall erlag sie ihren Verletzungen. Seither kursieren Verschwörungstheorien rund um den tragischen Tod von Prinzessin Diana. Davon will Charles Spencer allerdings nichts wissen. "Ich habe nie an die Verschwörungstheorie geglaubt. Wenn jemand geplant hätte, eine so prominente Person zu töten, glaube ich nicht, dass es auf diese Weise geschehen wäre", betonte er laut People. Und er ergänzte: "Zunächst einmal hatte niemand geplant, dass Diana in jener Nacht durch diesen Tunnel fährt. Dass es am Ende tragischerweise zu einem Autounfall kam, ist meiner Meinung nach reiner Zufall. Übrigens: Wenn ich etwas anderes glauben würde, würde ich es sagen. Ich sehe es einfach nicht." Zu den anhaltenden Behauptungen zählen eine angebliche Verwicklung der königlichen Familie oder der Geheimdienste, eine mögliche Schwangerschaft Dianas und Berichte über einen hellen Lichtblitz vor der Tunneleinfahrt.

Nicht nur Dianas Familie wurde in jener Nacht von den widersprüchlichen Nachrichten überrumpelt. In seinen Memoiren "Swan Song: Diana, My Sister" schildert ihr Bruder, dass auch Queen Elizabeth II. (†96) nach den ersten Meldungen zunächst von einem weit weniger dramatischen Vorfall ausging. Erst Stück für Stück sickerte durch, dass aus dem angeblich harmlosen Unfall eine tödliche Katastrophe geworden war. Nach dem Tod der Prinzessin reisten ihre Schwestern Lady Jane Fellowes und Lady Sarah McCorquodale (71) gemeinsam mit dem damaligen Prinzen Charles (77), dem heutigen König Charles III., nach Frankreich, um Dianas Leichnam zurück nach London zu holen.

Charles Spencer, Prinzessin Dianas Bruder
Getty Images
Charles Spencer, Prinzessin Dianas Bruder
Lady Jane Fellowes, Schwester von Lady Di
Lewis Whyld / AFP / Getty Images
Lady Jane Fellowes, Schwester von Lady Di
Prinz Charles und Lady Diana am Tag ihrer Hochzeit am 29. Juli 1981 in London
Imago
Prinz Charles und Lady Diana am Tag ihrer Hochzeit am 29. Juli 1981 in London
Könnt ihr euch vorstellen, wie erschütternd diese Anrufe für Charles Spencer gewesen sein müssen?