Hayden Panettiere sprach vor Tod über Druck als Kinderstar
Hayden Panettiere (†36) ist am Sonntag im Alter von 36 Jahren gestorben. Ihr Vater Skip Panettiere bestätigte den Tod der Schauspielerin gegenüber dem US-Sender ABC. Nähere Umstände sind bislang nicht bekannt. Nur wenige Monate vor ihrem Tod hatte der "Nashville"- und "Heroes"-Star im Mai ausführlich darüber gesprochen, was der frühe Ruhm mit ihr gemacht hat. Bereits mit elf Monaten stand Hayden für Werbespots vor der Kamera, sie wuchs also praktisch im Rampenlicht auf. Im Gespräch mit Jay Shetty (38) fand sie deutliche Worte für den Preis, den sie dafür gezahlt hat: "Ich habe die Unschuld einer normalen Kindheit verloren." Trotz der vielen Menschen, die ständig um sie herum waren, habe sie sich einsam gefühlt. "Ich fühlte mich allein in einem Raum voller Menschen", schilderte die Schauspielerin.
In ihren Memoiren "This Is Me: A Reckoning", die kurz vor ihrem Tod erschienen, beschrieb Hayden, wie groß der Druck in der Unterhaltungsbranche schon in ihrer Kindheit gewesen sei. Mit acht Jahren habe sie für eine Rolle einen künstlichen Zahn getragen – damit dieser hielt, soll ihre Mutter Lesly Vogel etwas Sekundenkleber darauf gegeben haben. Mit elf hatte sie bereits in Seifenopern und in dem Film "Remember the Titans" mitgespielt. Weinen auf Kommando gehörte dabei zu ihren Spezialitäten, sie nannte es "Trigger-Tränen". Gegenüber NPR erklärte sie, dass Produzenten diese Fähigkeit in nahezu jede Szene eingebaut hätten, sobald sie davon wussten. "Und wie könnte das mit der Zeit keine emotionalen Auswirkungen auf einen haben?", fragte sie.
Besonders widersprüchlich empfand Hayden das Lob nach solchen Szenen. "Es war, als würde ich für diesen emotionalen Schmerz auf die Schulter geklopft bekommen und dafür gefeiert, an diese Orte zu gehen. Aber ich befand mich an einem sehr dunklen, emotionalen Ort", erklärte sie gegenüber NPR. Auch bei einer Veranstaltung im Harmony Gold in Hollywood, bei der sie ihr Buch vorstellte, sprach sie über die Schattenseiten ihrer frühen Karriere. Sie erinnerte sich an einsame Mittagspausen in der Schulkantine, in denen sie keinen passenden Sitzplatz fand. Unter Gleichaltrigen habe sie sich wie eine Außenseiterin gefühlt, weil diese ihren Alltag am Set nicht nachvollziehen konnten. Die Belastung prägte auch das Verhältnis zu ihrer Mutter: Laut ihren Memoiren beendete Hayden die berufliche Zusammenarbeit mit Lesly schon als Teenager.








