"Blue Bloods"-Star landete wegen Zöliakie in Psychiatrie
Jennifer Esposito (53) hat Jahre ihres Lebens damit verbracht, Ärzten zu erklären, dass sie nicht verrückt ist – sondern schlicht krank. Im Podcast "Heal Squad" von Maria Menounos (48) erzählte der "Blue Bloods"-Star jetzt von einer Leidensgeschichte, die ihre Karriere zeitweise komplett ausbremste. Schon als junge Schauspielerin in New York seien die ungeklärten Beschwerden so massiv geworden, dass sie ihr damaliges Leben auf Eis legen musste. Besonders dramatisch wurde ihr Zustand während der Dreharbeiten zur ABC-Comedyserie "Samantha Who?", die von 2007 bis 2009 lief. Ihr fielen Haare und Fingernägel aus – und mitten in einer Szene verlor sie einen Zahn. "Ein Zahn fiel mir aus dem Mund, wirklich mitten in einer Szene. Es war mir schrecklich peinlich, aber ich war schon so lange so krank, dass ich hysterisch wurde. Jemand muss mir helfen", schilderte sie im Podcast.
Mit der Zeit sei sie schwer depressiv geworden, habe Suizidgedanken entwickelt und jede Menge Medikamente verschrieben bekommen. Zeitweise stand sogar eine Elektroschocktherapie im Raum. Erst nach etlichen Fehldiagnosen kam heraus, was wirklich hinter allem steckte: eine schwere Zöliakie. Bei Zöliakie löst Gluten eine Immunreaktion aus und schädigt den Dünndarm, wodurch der Körper Nährstoffe schlechter aufnimmt. "Ich bin mir nicht sicher, wie Sie noch am Leben sein können", habe der Arzt laut Jennifer gesagt. Rund zwei Monate später deutete ein weiterer Arzt einen verzweifelten Hilferuf während eines Behandlungstermins als Selbstgefährdung – und plötzlich fand sich die Schauspielerin unter dem Decknamen Betty Franklin auf einer psychiatrischen Station wieder. Über den folgenden Psychiatrieaufenthalt sagt sie: "Es waren sieben der qualvollsten Stunden meines ganzen Lebens, weil ich erneut darum flehte, dass man mir glaubt, dass ich bei Verstand bin."
Nach dem Erlebnis in der Psychiatrie setzte sich Jennifer intensiver mit ihrer Krankheit und ihrer Genesung auseinander. Heute lebt sie nach eigener Aussage außerhalb der USA, hat keine Panikattacken mehr und gestaltet ihren Alltag ruhiger. Sie nehme sich bewusst Zeit zum Essen und für Gespräche ohne Handys auf dem Tisch. Rückblickend bezeichnet sie die Diagnose als Wendepunkt: "Zöliakie hat mir das Leben gerettet. Zu einhundert Prozent." Inzwischen sei sie "sehr, sehr, sehr klar und dankbar". Zudem schätze sie es, mit ihren Erfahrungen anderen Betroffenen helfen zu können. Neben Jennifer sorgte ein weiterer Blue-Bloods-Schauspieler vor Kurzem für bewegende Schlagzeilen: Der Schauspieler Grizzwald "Grizz" Chapman war laut TMZ am 22. Mai im Schlaf gestorben.










