Amy Winehouses Freund Tyler will Besitztümer versteigern
Persönliche Erinnerungsstücke von Amy Winehouse (†27) sollen nun doch unter den Hammer kommen: Tyler James, bester Freund der 2011 verstorbenen Sängerin, will einen neuen Anlauf für eine Versteigerung über das Auktionshaus Sotheby's nehmen. Wie The Sun berichtet, gehören zu den Objekten unter anderem handgeschriebene Songtexte und Amys rotes Bowlingshirt. Die ursprünglich geplante Auktion war gestoppt worden, nachdem Amys Vater und Nachlassverwalter Mitch Winehouse (75) die Eigentumsverhältnisse angefochten hatte. Nachdem dieser in einem ähnlich gelagerten Verfahren gegen zwei weitere Freundinnen der Musikerin unterlegen ist, sieht Tyler den Weg nun frei. Der Musiker kündigte gegenüber der Zeitung an: "Ich habe noch nicht entschieden, was ich tun werde, aber ich werde Sotheby's anrufen."
Der Streit um die Andenken hatte Tyler nach eigenen Angaben schwer zugesetzt. Sotheby's habe ihm damals mitgeteilt, dass die Versteigerung wegen des Einspruchs von Mitchs Anwälten ohne eigene juristische Vertretung nicht stattfinden könne. "Ich hatte das Gefühl, als hätte ich etwas falsch gemacht", schilderte er gegenüber The Sun. Zugleich betonte er, wie eng seine Bindung zu der Sängerin gewesen sei: "Ich liebte Amy mehr als jeden anderen Menschen auf der Welt. Ich unterstützte sie all die Jahre während ihrer Drogensucht, ihrer Selbstverletzungen ... bei allem, was man sich vorstellen kann. Ich wollte sie beschützen." Materielle Dinge könnten die gemeinsame Geschichte nicht auslöschen, stellte er klar. Warum Mitch die Auktion verhindert habe, obwohl er gewusst habe, wie viel Amy ihm bedeutet habe, könne er nicht nachvollziehen.
Zuvor war Mitch vor dem Londoner High Court mit einer Klage gegen Amys enge Freundinnen Naomi Parry und Catriona Gourlay gescheitert. Er hatte den beiden vorgeworfen, bei Auktionen in den Jahren 2021 und 2023 persönliche Gegenstände der Sängerin in eigenem Namen verkauft und davon profitiert zu haben. Das Gericht kam jedoch zu dem Schluss, dass er von den geplanten Verkäufen gewusst habe. Mitch wurde zu vorläufigen Zahlungen von insgesamt fast 1,17 Millionen Euro an Naomi und Catriona verpflichtet. Zudem muss er ihre Anwaltskosten auf Entschädigungsbasis tragen. Amy war am 23. Juli 2011 im Alter von 27 Jahren an einer Alkoholvergiftung gestorben.









