

Christy Carlson Romano fordert mehr Schutz für Kinderstars
Christy Carlson Romano hat nach dem Tod von Hayden Panettiere (†36) endgültig genug. In einem offenen Essay für das Magazin ELLE fordert die ehemalige Disney-Channel-Darstellerin jetzt einen besseren Schutz für Kinderstars und mehr psychologische Unterstützung für junge Schauspieler. Hayden wurde am Sonntag, dem 16. August, im Alter von 36 Jahren in einer Wohnung im US-Bundesstaat South Carolina gefunden. Die genaue Todesursache ist bislang nicht bestätigt, laut Paris Match steht jedoch eine mögliche Überdosis im Raum. Für Christy macht Haydens tragisches Schicksal einmal mehr sichtbar, wie hoch der Preis für frühen Ruhm sein kann. Die psychischen Bedürfnisse junger Stars würden in der Unterhaltungsbranche noch immer viel zu oft als störend oder nebensächlich behandelt.
Laut ELLE vergleicht Christy die Situation mit dem Jugendsport. Während junge Athleten inzwischen durch Schutzkleidung, feste Abläufe und ein wachsendes Bewusstsein für mögliche Langzeitfolgen geschützt werden, fehle ein vergleichbares System für die seelischen Belastungen junger Künstler. Besonders bitter findet sie, dass die Verantwortung später häufig bei den Betroffenen selbst lande: "Ist es da verwunderlich, dass so viele von uns mit Abhängigkeiten zu kämpfen haben? Die Branche fügt uns die Verletzung zu und wundert sich anschließend, wenn wir nach einem Heilmittel suchen." Statt erst dann hinzusehen, wenn Sucht, Skandale oder Zusammenbrüche Schlagzeilen machen, müsse sich laut Christy schon viel früher etwas ändern. Eltern, Produktionsfirmen, Sender und die Gesellschaft müssten gemeinsam Verantwortung übernehmen, anstatt die Schuld weiterzureichen.
Christy kennt Haydens Erfahrung als Kinderstar selbst nur zu gut. Anfang der 2000er-Jahre wurde sie als Ren, die ältere Schwester von Shia LaBeoufs (40) Figur, in der Disney-Channel-Serie "Eben ein Stevens" bekannt. Heute gibt sie in ihrem Podcast ehemaligen Kinderstars eine Plattform, um offen über ihre Erfahrungen zu sprechen. Sie selbst habe das Glück gehabt, von Menschen begleitet zu werden, denen ihr Wohlergehen wichtig war. Viele ihrer früheren Kollegen hätten diese Unterstützung jedoch nicht erfahren: "Kinder auf Bildschirmen lächeln. Kinder arbeiten lange Tage oder lange Nächte. Kinder lernen, Erwachsene zu bezaubern, noch bevor sie sich selbst kennen. Kinder werden für ihre Reife gelobt, obwohl sie einfach nur von fürsorglichen Erwachsenen angeleitet werden müssten."









