Suge Knight zahlte mehrere Millionen für Tupacs Einäscherung

Suge Knight zahlte mehrere Millionen für Tupacs Einäscherung

- Viviane Schmidt
Lesezeit: 3 min
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Rund um den Tod von Tupac Shakur (†25) am 13. September 1996 sorgt nun eine neue Schilderung für Aufsehen: Suge Knight (61) behauptet, insgesamt 1,2 Millionen Dollar (rund eine Million Euro) gezahlt zu haben, damit der Rapper sofort eingeäschert werden konnte. Wie das Magazin People berichtet, habe Tupacs Mutter Afeni Shakur nicht mehrere Tage auf einen freien Termin warten wollen. Deshalb habe der damalige Musikmanager einen Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens mit Bargeld dazu gebracht, unverzüglich zu handeln. Noch am selben Abend sollen sich Freunde und Angehörige in einem Hotelzimmer in Las Vegas versammelt haben, um Abschied zu nehmen. Dabei sei es zu einem ungewöhnlichen Ritual gekommen: Ein Teil der Asche sei in Joints gedreht und geraucht worden. Knight selbst habe sich daran nicht beteiligt – die symbolische Bedeutung dieser Form des Abschieds konnte er nach eigenen Angaben aber durchaus nachvollziehen.

Nach Knights Darstellung lief die Sache alles andere als reibungslos ab. Der Mitarbeiter des Bestattungsunternehmens habe zunächst abgelehnt, weil es keine freien Kapazitäten gegeben habe. Daraufhin sei der Musikmanager mit zwei Taschen bei dem Mann zu Hause aufgetaucht – in der einen hätten sich 200.000 Dollar (173.000 Euro) befunden, in der anderen eine Million Dollar (rund 856.000 Euro). Das erste Angebot habe der Angestellte noch ausgeschlagen. Erst als beide Taschen und damit 1,2 Millionen Dollar auf dem Tisch lagen, sei Tupac noch in derselben Nacht eingeäschert worden. Über die anschließende Zusammenkunft erzählte Knight gegenüber People: "Eine Tüte mit seiner Asche wurde herumgereicht. Seine Homies drehten ihn ein. Sie rauchten ihn." Seine eigene Absage begründete er so: "Ich war so froh, sagen zu können, dass ich auf Bewährung war – ich durfte nicht rauchen. Ich sagte seiner Mutter: 'Mom, ich würde wirklich gerne, aber wenn ich daran ziehe, bekomme ich Ärger.' Ich war wahrscheinlich der Einzige, der nicht an ihm gezogen hat." Das Ritual bezeichnete er als symbolischen Weg, einen Teil des Verstorbenen bei sich zu behalten.

Tupac war am 7. September 1996 in Las Vegas auf dem Beifahrersitz eines BMW von vier Kugeln getroffen worden. Am Steuer saß damals Knight. Sechs Tage später erlag der Musiker im Alter von 25 Jahren seinen schweren Verletzungen. Fast 30 Jahre danach läuft seit dem 17. August 2026 in Las Vegas der Mordprozess gegen Duane "Keefe D" Davis. Ihm wird vorgeworfen, den Angriff als Vergeltung für eine vorherige Auseinandersetzung veranlasst zu haben. Davis weist die Vorwürfe zurück und plädierte auf nicht schuldig. Tupacs Stiefbruder Mopreme Shakur hatte vor Prozessbeginn deutlich gemacht, dass die Familie zwar auf späte Gerechtigkeit hofft, die erneute Beschäftigung mit dem Verlust aber emotional belastend sei. Knight zählt zu den wenigen noch lebenden Augenzeugen, will vor Gericht jedoch nicht aussagen. Er sitzt derzeit wegen einer tödlichen Fahrerflucht aus dem Jahr 2015 eine Haftstrafe ab.

Suge Knight, US-Rapper
Getty Images
Suge Knight, US-Rapper
Tupac Shakur, Musiker
Imago
Tupac Shakur, Musiker
Archivbild von Tupac Shakur in New York City, 1993
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Archivbild von Tupac Shakur in New York City, 1993
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