Chers Schwiegertochter will Elijahs Betreuung übernehmen
Im Streit um die rechtliche Betreuung von Elijah Blue Allman (50) meldet sich nun seine Ehefrau zu Wort: Marieangela King möchte die Aufgabe selbst übernehmen und reichte dazu am Dienstag neue Unterlagen bei einem Gericht in Los Angeles ein. Damit stellt sie sich gegen den Vorstoß ihrer Schwiegermutter Cher (80), die eine von ihr ausgewählte Person als Betreuerin für ihren Sohn einsetzen lassen will. In den Dokumenten, die Us vorliegen, bezeichnet King dieses Vorgehen als unzulässigen Eingriff in ihre Ehe. Sie sei "bereit, willens und in der Lage", sich um Elijah zu kümmern, seine Ausgaben zu regeln und offene finanzielle Angelegenheiten zu ordnen. Gegen die Sängerin erhebt sie zudem schwere Vorwürfe: Cher habe ihr über Jahre mit "Feindseligkeit" und "Gatekeeping" begegnet und sie aus Gesprächen über die Behandlung ihres Mannes ausgeschlossen. Dabei wolle Elijah seine Ehefrau nach Kings Darstellung ausdrücklich einbeziehen. Mutter und Sohn seien seit Jahren entfremdet, ihr Verhältnis sei von ungelösten Vertrauensproblemen geprägt.
Ungeklärt ist außerdem, welcher US-Bundesstaat überhaupt zuständig ist. Marieangela fordert, das kalifornische Verfahren abzuweisen oder auszusetzen. Elijah habe dort weder einen festen Wohnsitz noch dauerhafte Bindungen und wolle auch nicht zurückkehren. Stattdessen befinde er sich derzeit gegen seinen Willen in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung und in der Obhut des Bundesstaates New Hampshire. Dort liefen neben Strafverfahren und Verfahren zu seiner Verhandlungsfähigkeit bereits Schritte zur Bestellung eines Vormunds. Chers Anwälte sehen das anders: Der Musiker habe nie eine Adresse in New Hampshire gehabt, halte sich dort unfreiwillig auf und habe seine Familie, seine Freunde und auch King in Kalifornien. In Unterlagen vom Juli stellte das Team der Sängerin laut Us auch die Versöhnung des Ehepaars infrage und warf die Frage auf, ob Marieangelas plötzliches Wiederauftauchen nur eine "Finte" sei. Marieangela wiederum wirft Cher vor, mit Geld, Bekanntheit und Einfluss Ärzte und Sozialarbeiter beeinflusst und die Ehe gestört zu haben.
Der Rechtsstreit beschäftigt die Gerichte bereits seit geraumer Zeit. Bei einem früheren Termin war Elijah aus der Einrichtung in New Hampshire per Video zu einem kalifornischen Gericht zugeschaltet worden. Eine Entscheidung fiel damals nicht: Die Richterin lehnte seinen Wunsch ab, sich selbst zu vertreten, und das Verfahren wurde auf den 1. September vertagt. Schon in Unterlagen aus dem April 2024 hatte der Musiker die von seiner Mutter gewünschte Betreuung abgelehnt und seiner Ehefrau als vorrangig berechtigter Person den Vorzug gegeben. Seine Suchtprobleme räumte er ein, bestritt aber, psychisch krank zu sein. "Ich weiß, dass die Absichten meiner Mutter nicht bösartig sind [...] Ich weiß, dass die Handlungen meiner Mutter mir helfen sollen, aber ich brauche diese Hilfe nicht", hieß es laut Us in den Dokumenten. Zunächst einigten sich beide Seiten, doch im April 2026 nahm Cher ihren Antrag wieder auf. Zuvor war Elijah im Februar und März nach zwei Vorfällen in New Hampshire festgenommen worden.










