Darum ließ Netflix "Mindhunter" einfach nicht weiterlaufen
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Darum ließ Netflix "Mindhunter" einfach nicht weiterlaufen

- Mia Lada-Klein
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Jahrelang haben Fans auf eine Fortsetzung von "Mindhunter" gehofft – jetzt gibt es endlich genauere Antworten. Netflix-Co-CEO Ted Sarandos (62) äußerte sich beim Express-Adda-Event von The Indian Express in Neu-Delhi erstmals ausführlicher dazu, warum der Crime-Thriller nach zwei Staffeln nicht weitererzählt wurde. Eine dritte Staffel war ursprünglich nämlich durchaus vorgesehen. "Wir sind immer davon ausgegangen, dass es eine dritte Staffel geben würde", erklärte er laut The Indian Express. Der Grund für die Verzögerung lag demnach vor allem bei Regisseur David Fincher (64): Der Filmemacher arbeitete parallel an dem Netflix-Film "Mank", der 2020 erschien. Da er seine Aufmerksamkeit nicht auf zwei Produktionen gleichzeitig verteilen wollte, wurden die Pläne für neue Folgen immer wieder nach hinten geschoben. Die Serie mit Jonathan Groff (41), Holt McCallany und Anna Torv lief von 2017 bis 2019, ehe Netflix sie 2020 auf unbestimmte Zeit aussetzte – und das, obwohl die Handlung noch längst nicht abgeschlossen war.

Doch die anderweitigen Projekte des Regisseurs waren nicht der einzige Grund für das Serienende. Schon 2020 hatte David gegenüber Vulture von den extrem aufwendigen Produktionsbedingungen berichtet. Arbeitswochen mit bis zu 90 Stunden seien bei dem Projekt keine Seltenheit gewesen. Hinzu kam das Verhältnis zwischen Budget und Reichweite: "Mindhunter" war teuer in der Herstellung, erreichte nach den Worten des Regisseurs jedoch nicht genug Zuschauer, um aus Sicht des Streamingdienstes eine weitere Staffel zu rechtfertigen. Seine Erklärung für die Entscheidung fiel damals ziemlich nüchtern aus: "Die Dollars müssen den Zuschauerzahlen entsprechen", sagte er dem Magazin. Auch drei Jahre später kam der Filmemacher noch einmal auf diesen Punkt zurück. 2023 bekräftigte er, dass die hohen Kosten und die vergleichsweise niedrigen Abrufzahlen einer Fortsetzung im Weg gestanden hätten.

Ganz begraben war die Hoffnung der Fans allerdings nicht. Hauptdarsteller Holt McCallany hatte 2025 erzählt, dass David über eine ganz andere Variante nachgedacht habe: Statt einer klassischen Staffel könnte die Geschichte in Form von drei jeweils zweistündigen Filmen weitererzählt werden. Nach Angaben des Schauspielers saßen dafür bereits Autoren an möglichen Skripten. Er stellte jedoch klar, dass alles davon abhänge, ob der Regisseur die fertigen Drehbücher am Ende freigebe. Offiziell in Auftrag gegeben hat Netflix solche Filme bis August 2026 nicht. Wer die Reise der FBI-Ermittler noch einmal miterleben möchte, kann die beiden vorhandenen Staffeln aber weiterhin bei dem Streamingdienst abrufen. Die Serie widmet sich den Anfängen der Verhaltensforschung beim FBI und den Gesprächen der Ermittler mit inhaftierten Serientätern.

Anna Torv und Holt McCallany beim PaleyFest Fall TV Previews 2019 im Paley Center for Media in Beverly Hills
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Anna Torv und Holt McCallany beim PaleyFest Fall TV Previews 2019 im Paley Center for Media in Beverly Hills
David Fincher, Filmregisseur
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David Fincher, Filmregisseur
David Fincher, Jonathan Groff und Holt McCallany beim Netflix "Mindhunter" FYC-Event in Los Angeles, 2018
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David Fincher, Jonathan Groff und Holt McCallany beim Netflix "Mindhunter" FYC-Event in Los Angeles, 2018
Wie findet ihr die Idee, "Mindhunter" statt mit einer dritten Staffel in drei Filmen fortzusetzen?