Mörder von Rapper Gaboro zu lebenslanger Haft verurteilt
Im Mordfall um den schwedischen Rapper Gaboro ist nun auch in zweiter Instanz ein Urteil gefallen – und das fällt vernichtend aus. Das Berufungsgericht Göta hovrätt bestätigte laut Expressen am Dienstag die lebenslange Haftstrafe gegen den 22-jährigen Alexander Nord. Ein weiterer Angeklagter, ein Mann in seinen Dreißigern, war des Mordes an dem Musiker beschuldigt worden. Ihm wurde Beihilfe vorgeworfen. Wie schon in erster Instanz sprach ihn das Gericht jedoch auch im Berufungsverfahren frei. Für den Hauptangeklagten bleibt es damit bei der Höchststrafe, die das schwedische Recht vorsieht.
Damit bleibt die Entscheidung des Bezirksgerichts Norrköping bestehen, das den jungen Mann bereits im Mai für schuldig befunden hatte. Laut den Feststellungen der Gerichte erschoss er den Songwriter kurz vor Weihnachten 2024 in einem Parkhaus in Norrköping und filmte die Tat dabei. Nur kurz zuvor war der schwedische Rapper C.Gambino (†26) auf dieselbe Art und Weise ermordet worden. Eine zeitliche Begrenzung der Haftstrafe schloss das Berufungsgericht aus. "Bereits die Umstände des Mordes im Parkhaus sind so deutlich erschwerend, dass die Voraussetzungen für eine zeitliche Begrenzung der Strafe fehlen", hieß es in dem Urteil, das Richter Ulrik Lönnmyr verkündete.
Gaboro, der mit bürgerlichem Namen Ninous Khouri hieß, war wenige Tage vor Heiligabend 2024 in einem Parkhaus in Norrköping von mehreren Schüssen getroffen worden. Der schwer verletzte 23-Jährige wurde noch in ein Krankenhaus gebracht, wo er seinen Verletzungen jedoch erlag. Eine persönliche Verbindung zwischen dem Täter und dem Opfer gab es den Ermittlungen zufolge nicht. Alexander soll den Mord im Auftrag einer rivalisierenden Gang ausgeführt haben – versprochen worden seien ihm dafür umgerechnet 45.000 Euro, tatsächlich erhalten habe er am Ende nur 4.500 Euro. Der Verurteilte selbst bestreitet die Tat bis heute.







