Wenn König Harald stirbt: So geht es bei den Royals weiter
Der Gesundheitszustand von König Harald V. (89) sorgt derzeit für große Sorge in Norwegen – und wirft die Frage auf, was im Ernstfall passieren würde. Eine Übergangsphase gäbe es nämlich nicht: Sollte der Monarch seiner Krankheit erliegen, würde sein Sohn, Kronprinz Haakon (53), unmittelbar den Thron besteigen und aller Voraussicht nach als König Haakon VIII. die Pflichten des Staatsoberhaupts übernehmen. Seine aktuelle Regentschaft, mit der er seinen erkrankten Vater bereits vertritt, wäre damit beendet. Im Anschluss müsste er vor dem Storting, dem norwegischen Parlament, seinen Eid auf die Verfassung ablegen. Eine Krönung ist für den Amtsantritt nicht nötig. Allerdings wäre zu einem späteren Zeitpunkt eine feierliche Segnung im Nidarosdom in Trondheim denkbar – so wie Harald und Königin Sonja (89) sie im Jahr 1991 erhielten. Mit der Thronbesteigung ihres Ehemannes würde außerdem Kronprinzessin Mette-Marit (53) zur Königin von Norwegen.
Auch innerhalb der weiteren Familie würden sich die Rollen direkt neu sortieren. Prinzessin Ingrid Alexandra (22) würde von Platz zwei auf Platz eins in der Thronfolge vorrücken und künftig den Titel der Kronprinzessin tragen. Ihr jüngerer Bruder Prinz Sverre Magnus (20) stünde dann an zweiter Stelle. Königin Sonja dürfte ihren Titel zwar behalten, wäre aber nicht mehr die amtierende, sondern die verwitwete Königin – Termine für das Königshaus und Auftritte an der Seite ihrer Familie bei bedeutenden Anlässen könnte sie aber weiterhin wahrnehmen. Nach der offiziellen Bekanntgabe eines Todesfalls würden Trauerbeflaggung, militärische Ehren, öffentliche Trauerzeremonien und die Beisetzung organisiert. Ein konkreter Zeitplan würde erst dann festgelegt. Als letzte Ruhestätte für das Königspaar ist das königliche Mausoleum auf der Festung Akershus in Oslo vorgesehen. Für die derzeit angefertigten Särge beziehungsweise den Sarkophag sind rund 20 Millionen norwegische Kronen aus Staatsmitteln eingeplant – umgerechnet entspricht das etwa 1,8 Millionen Euro.
Wie die letzte Ruhestätte aussieht, bleibt bis zum Tod des Königspaares streng geheim. Aktuell wird König Harald V. im Rikshospitalet in Oslo wegen einer bakteriellen Infektion im Blut mit Antibiotika behandelt. Am Wochenende hatte sich sein Zustand verschlechtert, laut Palast ist er inzwischen aber wieder stabil und spricht gut auf die Therapie an. Solange übernimmt Haakon als Regent die Amtsgeschäfte seines 89-jährigen Vaters, der als Europas ältester amtierender Monarch gilt. Auch Mette-Marit ist gesundheitlich belastet: Sie erhielt am 17. Juni im Rikshospitalet eine Lungentransplantation. Zur Thronfolge gehören ihre gemeinsamen Kinder Ingrid Alexandra und Sverre Magnus – ihr Sohn Marius Borg Høiby (29) aus einer früheren Beziehung ist dagegen nicht erbberechtigt.










