König Harald im Krankenhaus: Schwester Astrid eilt herbei
König Harald V. (89) muss erneut im Krankenhaus behandelt werden und bekommt dort Besuch aus der eigenen Familie. Seine ältere Schwester Prinzessin Astrid (94) fuhr am Dienstagvormittag am Rikshospitalet in Oslo vor, um dem 89-Jährigen persönlich beizustehen. Wie Dagbladet berichtet, traf die Prinzessin in einem schwarzen Audi an der Klinik ein. Besonders bemerkenswert ist ihr Besuch, weil sie selbst erst vor gar nicht langer Zeit gesundheitlich angeschlagen war: Wegen einer Herzinsuffizienz musste die 94-Jährige mehrfach stationär behandelt werden. Der norwegische Monarch liegt bereits seit Montagnachmittag in der Klinik. Bei ihm werden Flüssigkeitsansammlungen behandelt, die als Folge seiner Therapie gegen eine hämolytische Anämie aufgetreten sind. Für den König ist es damit erneut ein Aufenthalt, der seinen offiziellen Terminkalender komplett durcheinanderwirbelt.
Der norwegische Hof hatte die erneute Einweisung des Königs am Montag öffentlich gemacht. Nur einen Tag später kam Astrid ins Krankenhaus, um ihren erkrankten Bruder zu sehen. Laut dem Palast ist Harald zunächst für zwei Wochen krankgeschrieben. In dieser Zeit kann er keine offiziellen Verpflichtungen übernehmen und muss sich ganz auf seine Genesung konzentrieren. Damit die Amtsgeschäfte trotzdem weiterlaufen, springt sein Sohn ein: Kronprinz Haakon (53) übernimmt während der krankheitsbedingten Auszeit seines Vaters stellvertretend die Aufgaben als Regent. Für den Thronfolger ist diese Rolle längst kein Neuland mehr – in den vergangenen Jahren musste er bereits mehrfach für den gesundheitlich angeschlagenen König einspringen. Wie es nach den zwei Wochen weitergeht, ließ der Hof bislang offen.
Bei der hämolytischen Anämie handelt es sich um eine Form der Blutarmut. Dabei werden rote Blutkörperchen schneller abgebaut, als der Körper sie neu bilden kann. Fachärzte hatten die Erkrankung als ernst und behandlungsbedürftig eingestuft, die grundsätzlichen Aussichten aber positiv beurteilt. Der Klinikbesuch der Prinzessin lenkt den Blick nun vor allem auf die enge Verbindung der königlichen Geschwister. Astrid, die auch unter dem Namen Mrs. Ferner bekannt ist, kam trotz ihrer eigenen jüngsten gesundheitlichen Belastungen persönlich an das Krankenbett ihres Bruders. Die beiden verbindet eine gemeinsame Geschichte, die bis in die Kindheit zurückreicht: Als Kinder von König Olav V. und Kronprinzessin Märtha wuchsen sie zusammen mit ihrer Schwester Ragnhild auf und verbrachten die Kriegsjahre im Exil. Über Jahrzehnte hinweg unterstützte Astrid ihren Bruder auch bei repräsentativen Aufgaben.








