Blutarmut: So schätzen Experten König Haralds Zustand ein
König Harald V. (89) befindet sich erneut in ärztlicher Behandlung. Seit dem Abend des 17. August liegt der norwegische Monarch im Rikshospitalet in Oslo. Dort werden aktuell Flüssigkeitsansammlungen in seinem Körper behandelt, die laut Hof nach einer medikamentösen Therapie gegen seine hämolytische Anämie auftraten – einer Form von Blutarmut, bei der rote Blutkörperchen schneller abgebaut werden, als der Körper sie ersetzen kann. Fachärzte schätzen die Erkrankung des norwegischen Königs als "schwerwiegend" und behandlungsbedürftig ein, sehen die Prognose jedoch grundsätzlich positiv. Ein Experte erklärte gegenüber TV 2: "Oft handelt es sich um eine Krankheit, die auf die Behandlung anspricht und wieder abklingt. In der Regel verläuft diese Krankheit gut."
Was genau hinter Haralds Blutarmut steckt, teilte der Hof bislang nicht mit. Eine mögliche Ursache könnte darin bestehen, dass das Immunsystem irrtümlich eigene rote Blutkörperchen angreift. Aus der Behandlung allein lässt sich jedoch nicht sicher ableiten, dass Harald an dieser Form leidet. Ein Experte betonte gegenüber norwegischen Medien, dass die Erkrankung nicht mit Krebs gleichzusetzen sei, regelmäßige Kontrollen seien bei der Behandlung aber sehr wichtig. Der Fachmann Geir Erland Tjønnfjord verweist insbesondere auf Haralds Herzleiden, schätzt den Zustand aber ebenfalls grundsätzlich nicht allzu drastisch ein: "Es handelt sich in der Regel nicht um einen lebensbedrohlichen Zustand."
Harald ist seit dem 17. August für zwei Wochen krankheitsbedingt außer Dienst. Während seiner Abwesenheit übernimmt Kronprinz Haakon (53) als Regent die Aufgaben des Königs. Der aktuelle Klinikaufenthalt ist ein weiterer gesundheitlicher Rückschlag für den Monarchen, der in den vergangenen Jahren bereits mehrfach gesundheitliche Probleme hatte. Welche Auswirkungen der Krankenhausaufenthalt auf geplante Termine Ende August hat, ist derzeit offen. Im Februar 2027 wird Harald 90 Jahre alt. Wie lange die Behandlung dauert, lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Entscheidend sind die Ursache der Blutarmut, das Ansprechen auf die Therapie und Haralds körperliche Gesamtverfassung. Der Altersmediziner Håkon Ihle-Hansen betont: "Entscheidend ist nicht das Alter allein, sondern vor allem die körperliche Gesamtverfassung."










