Dolly Parton schlief aus Angst vor den Kameras geschminkt
Glitzer, große Haare und perfektes Make-up gehörten für Dolly Parton (†80) über Jahrzehnte zu ihrem öffentlichen Auftritt. Wie viel Aufwand hinter ihrem unverwechselbaren Glamour steckte, daraus machte die Country-Ikone kein Geheimnis. In ihren 2023 erschienenen Memoiren "Behind the Seams: My Life in Rhinestones" offenbarte sie sogar eine ungewöhnliche Beauty-Gewohnheit: Vor dem Schlafengehen entfernte sie ihr Make-up nicht. Angefangen hatte das während ihrer Zeit in Los Angeles, wie E! News aus dem Buch zitiert. "Als ich in den 80ern nach L.A. kam, fing ich an, mit meinem Make-up zu schlafen, teilweise wegen der Erdbeben. Ich dachte: 'Ich gehe doch nicht ungeschminkt auf die Straße, falls dort Kameras sind! Ich werde bereit sein!'", schrieb die "Jolene"-Interpretin. Die Gewohnheit legte Dolly auch nach dem gemeinsamen Umzug mit Carl Dean zurück nach Tennessee nicht ab. Ihre Motivation dafür hatte sich jedoch verändert: "Ich möchte nicht wie eine alte Schreckschraube aussehen, wenn ich mit Carl ins Bett gehe", erklärte sie.
Dolly machte nie einen Hehl daraus, dass hinter ihrem Erscheinungsbild viel Inszenierung steckte. Natürlichkeit war dabei nicht ihr Anspruch. Stattdessen verstand die Sängerin Mode und Make-up als Teil ihrer Persönlichkeit und als Möglichkeit, sich selbst auszudrücken. "So wie die fiktiven Figuren, die meine Songs bevölkern, wesentliche Wahrheiten über mich und die Menschen enthüllen, die ich kannte, zeigen auch meine Kleidung und mein Make-up mein wahres Ich", ist in ihren Memoiren zu lesen. "Vielleicht ist beides 'ausgedacht', aber es spiegelt mein innerstes Selbst, meine ganz persönliche Wahrheit wider." Neben auffälligem Make-up prägten vor allem voluminöse Perücken, figurbetonte Kleidung und etwa 15 Zentimeter hohe Absätze Dolly Partons Erscheinungsbild. Die gerade einmal rund 1,52 Meter große Musikerin hatte zudem eine ganz eigene Sicht auf gängige Schönheitsideale, wie sie 2021 im Gespräch mit Allure erklärte: "Ich fühle mich wohl mit dem, was ich bin. Und ich kleide mich für mich. Ich tue, was mich glücklich macht."
Ihren Rat an andere formulierte Dolly damals ebenso deutlich: "Wenn du dich ohne Make-up wohlfühlst, dann sei so. Wenn du zu viel tragen willst, dann tu das." Und weiter: "Ich werde das tun, was für mich am besten ist, wie es jeder tun sollte." Auch abseits von Bühne und roten Teppichen legte Dolly Wert auf ihr Äußeres. In ihrem Alltag in Tennessee stand sie häufig schon gegen drei Uhr morgens oder sogar früher auf und nahm sich die stillen Stunden für Gebete, Gedanken und ihre persönlichen Routinen. Auch zu Hause trug sie gerne etwas Make-up und High Heels. Schließlich wollte sie auch für spontanen Besuch oder einen Handwerker an der Tür nicht völlig unvorbereitet sein. Die hohen Schuhe erfüllten dabei sogar einen praktischen Zweck: Mit ihnen konnte sie leichter die oberen Schränke erreichen.










