Ex-Mitarbeiter will Kanye Wests Strategie im Prozess stoppen
Kurz vor Beginn eines Diskriminierungsprozesses gegen Kanye West (49) geht dessen ehemaliger Mitarbeiter Benjamin Provo nun selbst juristisch in die Offensive. Wie TMZ berichtet, hat Benjamin bei Gericht beantragt, dem Rapper eine bestimmte Verteidigungsstrategie zu verbieten: Ye soll demnach nicht argumentieren dürfen, dass er zum Zeitpunkt der umstrittenen Entlassung nicht zurechnungsfähig gewesen sei. Auch eine angebliche Unzurechnungsfähigkeit soll nach dem Willen des Klägers nicht zu seiner Verteidigung herangezogen werden können. Benjamin wirft dem Musiker vor, diesen Ansatz erst kurz vor dem anstehenden Verfahren ins Spiel gebracht zu haben. Zuvor habe Kanye weder medizinische Unterlagen vorgelegt noch entsprechende Aussagen gemacht oder einen Sachverständigen benannt. Der Prozess soll nach aktuellem Stand im Oktober beginnen.
In seiner Klage behauptet der frühere Mitarbeiter der Donda Academy, aufgrund seiner Dreadlocks entlassen worden zu sein. Außerdem wirft er dem Musiker vor, schwarze Beschäftigte schlechter behandelt zu haben als weiße. Laut den Gerichtsunterlagen räumte Kanye in seiner Aussage ein, bei seinen Mitarbeitern ein einheitliches Erscheinungsbild bevorzugt zu haben. Dass Benjamins Frisur der Grund für dessen Entlassung gewesen sei, bestritt er jedoch. Auf die Frage, ob er während des Betriebs der Schule nicht er selbst gewesen sei, antwortete der Rapper TMZ zufolge: "Nein. Ich glaube, damals war ich ziemlich nah daran, ich selbst zu sein, aber Menschen verändern sich eben auch." Danach fügte er hinzu: "Manchmal habe ich vor, Gutes zu tun, und lande trotzdem bei einer Aussage unter Eid." Kanye weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe insgesamt zurück. Darüber hinaus beantragte er, seine Social-Media-Posts, in denen er Nazis und Hitler lobte, nicht als Beweismittel in dem Verfahren zuzulassen.
Die Auseinandersetzung mit Benjamin ist nicht das einzige juristische Verfahren, das Kanye zuletzt beschäftigte. In einem separaten Fall einigte er sich mit seiner ehemaligen persönlichen Assistentin Lauren Pisciotta auf einen bedingungslosen Vergleich. Laurens Anwälte setzten damals ein Gericht in Los Angeles über die erzielte Einigung in Kenntnis. Den vorliegenden Unterlagen zufolge sollte anschließend innerhalb von 45 Tagen die Abweisung ihrer Klage beantragt werden. Auf den Rechtsstreit mit seinem früheren Mitarbeiter hat diese Vereinbarung allerdings keinen Einfluss. Dessen Diskriminierungsvorwürfe sollen nach derzeitigem Stand im Oktober vor Gericht verhandelt werden.
























