Keefe Ds Anwälte sollen Suge Knight Geld geboten haben
Im Mordprozess um den Tod von Tupac Shakur (†25) sorgt jetzt eine brisante Behauptung für Aufsehen: Suge Knight (61) erhebt schwere Vorwürfe gegen die Verteidigung von Duane "Keefe D" Davis. Wie der frühere Death-Row-Chef am Dienstag in einem aus dem Gefängnis zugeschalteten Gespräch bei TMZ Live schilderte, hätten die Anwälte des Angeklagten ihm bis zu eine Million Dollar (856.900 Euro) geboten. Die Gegenleistung: Er solle aussagen, dass Keefe D nicht in dem Wagen gesessen habe, aus dem 1996 die tödlichen Schüsse auf den Rapper abgegeben worden sein sollen. Der Musikmanager erklärte, dass er das angebliche Angebot abgelehnt habe. Seine Begründung lieferte er gleich mit: Seine Loyalität zu Tupac könne "nicht kompromittiert werden", wie er in dem Interview betonte. Daran würde auch ein finanzieller Anreiz nichts ändern.
Ob Keefe D nun schuldig oder unschuldig ist, wollte Suge allerdings nicht beurteilen. Stattdessen wiederholte er gegenüber TMZ Live immer wieder, woran er sich erinnere: An der Tötung des Rappers seien "definitiv mehr als eine Person beteiligt" gewesen. Darüber hinaus sprach er von "korrupten Polizisten" und Beamten, die nicht im Dienst gewesen seien und in den größeren Komplex rund um Tupacs Tod verwickelt gewesen sein sollen. Auch Rapper The Game (46) spielt aktuell eine brisante Rolle. Denn er hatte behauptet, er wisse seit 15 Jahren, wer Tupac getötet habe. Auch gut vernetzte Menschen in Compton und Los Angeles würden laut The Game die angebliche Wahrheit kennen: Keefe D sei lediglich als Sündenbock benutzt worden. Suge wies das zurück und sprach seinem Kollegen jegliche Kenntnisse dazu ab. Ihm und weiteren Personen warf er vor, den Tod des Musikers für Aufmerksamkeit zu instrumentalisieren. Tupacs Leben "war kein verdammter Zirkus", resümierte der Musikmanager. Zu viele würden nur reden, um im Mittelpunkt zu stehen.
Suge und Tupac verband nicht nur das Geschäftliche: Der Rapper stand bei dessen Label Death Row Records unter Vertrag. Bei der tödlichen Schießerei in Las Vegas im September 1996 saß der Musikmanager mit ihm im Auto und überlebte den Angriff. Erst vor Kurzem sprach er öffentlich über bislang sehr private Einzelheiten rund um den Abschied von seinem früheren Star. Seinen Angaben zufolge zahlte er damals 1,2 Millionen Dollar (1.027.309 Euro), um den im Alter von 25 Jahren verstorbenen Künstler ohne die sonst übliche mehrtägige Wartefrist direkt einäschern zu lassen. Damit sei er dem Wunsch von Tupacs Mutter Afeni nachgekommen. Noch am selben Abend sollen sich Freunde und Angehörige in einem Hotelzimmer in Las Vegas versammelt haben, um sich zu verabschieden. Dabei rauchten sie einen Teil der Asche in Joints. Suge selbst habe sich nach eigenen Angaben nicht daran beteiligt, die symbolische Bedeutung des Rituals aber verstanden.












