So finanzierte Hunter Biden seine exzessive Cracksucht

So finanzierte Hunter Biden seine exzessive Cracksucht

- Nicole Vasiljuk
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

Hunter Biden (56) hat gebeichtet, dass seine Vorstandsposition beim ukrainischen Energiekonzern Burisma Holdings seine damalige Cracksucht mitfinanzierte. Im Podcast "Dopey" erklärte der Sohn des früheren US-Präsidenten Joe Biden (83), dass ihm selbst während seiner heftigsten Drogenexzesse nie das Geld ausgegangen sei. Als Beispiel nannte Hunter einen rund zweimonatigen Aufenthalt in privaten Bungalows des Luxushotels Chateau Marmont in Hollywood. Dort habe er nach eigenen Worten versucht, "mit einem Knall abzutreten". Auf die Frage, wie er damals so luxuriös im Drogenrausch leben konnte, verwies der Unternehmer auf seine fortlaufenden Einkünfte. Dazu hätten auch die Zahlungen vom Energiekonzern gehört. Hunter saß zwischen 2014 und 2019 im Vorstand von Burisma Holdings und soll damit zeitweise rund 50.000 Dollar im Monat verdient haben. Diese Einnahmen flossen demnach auch weiter, als seine Abhängigkeit längst außer Kontrolle geraten war.

Trotz seiner Drogenexzesse erfüllte Hunter nach eigener Darstellung weiterhin die formalen Anforderungen seines Burisma-Postens. "Selbst als ich cracksüchtig und völlig von Sinnen war, konnte ich an vier Sitzungen im Jahr teilnehmen", betonte er im Gespräch. Hunter übernahm die Position 2014, als sein Vater Joe Biden noch US-Vizepräsident war, und behielt sie anschließend bis 2019. Von seiner fachlichen Eignung ist der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten fest überzeugt. Vor Burisma habe er bereits Aufgaben in etwa 14 nationalen und internationalen Organisationen übernommen. Dazu zählten laut seiner Aussage das UN World Food Programme, das Bahnunternehmen Amtrak, das Center for National Policy und die Georgetown University. Die Tätigkeit für den ukrainischen Energiekonzern entwickelte sich später zu einem großen politischen Streitpunkt. Dabei rückten sowohl Hunters hohe Vergütung als auch die politische Karriere seines Vaters in den Mittelpunkt des Diskurses.

Wie ausufernd Hunters Sucht zeitweise war, hatte er bereits in früheren Gesprächen geschildert. Laut eigenen Schilderungen habe er den ganzen Tag über alle 15 Minuten Crack geraucht. Eine Zeit lang soll er sogar bei einem Drogendealer gewohnt haben. Joe Biden versuchte währenddessen wiederholt, seinen Sohn zur Vernunft zu bringen. Wenn Hunter nicht auf Anrufe reagierte, fuhr sein Vater demnach sogar gemeinsam mit Secret-Service-Agenten zu dessen Haus. Eine dieser Interventionen bezeichnete Hunter als entscheidenden Wendepunkt. "Dad hat mich gerettet. Als er an meine Tür klopfte, riss er mich aus dem Zustand, in dem ich mich befand, und rettete mich, indem er in mir den Wunsch weckte, mich selbst zu retten", erinnerte er sich. Nach mehreren Rückfällen sei er seit Juni 2019 schließlich drogenfrei.

Hunter Biden, Sohn von Joe Biden
Getty Images
Hunter Biden, Sohn von Joe Biden
Joe Biden und sein Sohn Hunter bei einem Eishockey-Spiel
Getty Images
Joe Biden und sein Sohn Hunter bei einem Eishockey-Spiel
Melissa Cohen, Hunter und Joe Biden im November 2022 in Nantucket
Getty Images
Melissa Cohen, Hunter und Joe Biden im November 2022 in Nantucket
Findet ihr, Hunter war trotz seiner Sucht für den Burisma-Posten geeignet?