

Mordkommission ermittelt nach Schüssen auf Rapper Sinan-G
Dramatische Szenen ereigneten sich in der Nacht zum Montag in der Essener Innenstadt: Rapper Sinan-G (39) geriet urplötzlich ins Visier eines bislang unbekannten Angreifers. Wie die Polizei Essen offiziell mitteilte, meldete der 38-Jährige gegen 1 Uhr über den Notruf, dass ein maskierter Mann mehrere Schüsse auf seinen gemieteten VW T-Roc abgefeuert habe. Einsatzkräfte trafen den leicht verletzten Musiker kurz darauf am Berliner Platz an und stellten am Fahrzeug mehrere Einschusslöcher fest. Sinan-G schilderte die schicksalhaften Sekunden später sichtlich mitgenommen auf TikTok und sprach von einem Anschlag, der ihn "hinterhältig und hinterrücks, auf eine ganz dreckige Art und Weise" das Leben kosten sollte. Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts hat die Polizei in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Essen nun eine Mordkommission eingerichtet.
Nach Angaben der Ermittler hatte der 38-jährige bei der Attacke Glück im Unglück: Er erlitt lediglich durch umherfliegende Glassplitter leichte Verletzungen und befand sich nicht in Lebensgefahr. Sein Bekannter Ghazi47 teilte kurz nach dem Vorfall Aufnahmen des Rappers auf Instagram, die ihn mit Verbänden an Kopf und Hand sowie Blutspuren auf dem T-Shirt zeigten. Dazu erklärte er: "Heute in der Nacht [...] wurden sechs Kugeln auf Sinan abgefeuert, während er in seinem Auto sitzt. Gott sei Dank ist nichts passiert." Zur genauen Anzahl der abgegebenen Schüsse machten die Behörden bislang allerdings keine Angaben. Sinan-G bedankte sich später auf Social Media für die zahlreichen Genesungswünsche seiner Fans, räumte jedoch ein, mental noch stark neben der Spur zu sein.
Der Vorfall ereignete sich nur wenige Monate nach der Einstellung eines Ermittlungsverfahrens gegen Sinan-G, nachdem eine Frau im Juni 2025 schwere Anschuldigungen wegen eines Sexualdelikts erhoben hatte. Die Staatsanwaltschaft Essen stellte die Nachforschungen mangels hinreichenden Tatverdachts ein, eine Anklage erfolgte nicht. Aktuellen Medienberichten zufolge dürfte zwischen diesem Fall und dem aktuellen Angriff kein Zusammenhang bestehen. Da die Hintergründe der am Montag gefallenen Schüsse derzeit noch unklar sind, sucht die Mordkommission dringend nach Zeugen. Personen, die in der Innenstadt zum fraglichen Zeitpunkt verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich direkt bei der Polizei Essen zu melden.






















