

Vergewaltigungsvorwurf: Ermittlung gegen Sinan-G eingestellt
Die Staatsanwaltschaft Essen hat die Ermittlungen gegen Rapper Sinan-G (38) wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung eingestellt. Eine 21-jährige Frau hatte den Musiker im Juni 2025 angezeigt, nachdem sie ein Krankenhaus aufgesucht hatte, um angeblich von Sinan verursachte Verletzungen dokumentieren zu lassen. Monatelang befragten die Ermittler Zeugen und werteten die vorhandenen Beweise aus – doch für eine Anklage reichte das Material am Ende nicht aus. Über seine Anwältin ließ Sinan-G nach dem Verfahren laut Bild mitteilen: "Ich habe niemanden vergewaltigt, eine solche Tat hat es nie gegeben." Er bezeichnete sexualisierte Gewalt als "eines der schlimmsten Verbrechen überhaupt" und zeigte sich nach fast einem Jahr Ermittlungsarbeit dankbar über das Ergebnis der Behörden, das ihn nun juristisch vollständig entlastet.
Unmittelbar nach der Bekanntgabe rechnete der Rapper in seiner Instagram-Story mit seinen Kritikern ab und schrieb: "Alhamdulillah, Gott ist mit den Geduldigen. Ich bin unschuldig, wie ich es von Anfang an gesagt habe." Sinan-G kritisierte scharf, dass viele Akteure nur Videos gegen ihn produziert hätten, "um Klicks mitzunehmen", während er in privaten Nachrichten massiv beleidigt wurde. "Mal sehen, ob die alle jetzt Entschuldigungsvideos machen, dafür dass die mich als Vergew*ltiger betitelt haben", so der 38-Jährige. Dieser Ausbruch verdeutlicht den enormen psychischen Druck, unter dem der Musiker seit der Anzeige im Sommer 2025 stand. Für Sinan-G ist die Einstellung des Verfahrens ein Moment der Genugtuung gegenüber all jenen, die ihn bereits vor einem offiziellen Urteil öffentlich vorverurteilt hatten.
Juristisch war der Fall komplex, da dokumentierte Verletzungen der Frau nicht zweifelsfrei einer Straftat zugeordnet werden konnten. Da eine bewusste Falschbeschuldigung laut Staatsanwaltschaft ebenso wenig nachweisbar war wie die Tat selbst, wurden alle Untersuchungen ohne weitere Konsequenzen beendet. Für Sinan Farhangmehr, wie der Rapper bürgerlich heißt, endet damit ein Kapitel, das seine Karriere und sein öffentliches Bild über Monate überschattete. Während er nun auf Rehabilitation in der Szene hofft, bleibt der Fall ein Beispiel für die Schwierigkeiten rechtlicher Klärung bei Sexualdelikten ohne eindeutige Beweislage. Der Rapper blickt dennoch wieder nach vorne und konzentriert sich auf seine musikalische Zukunft, während die Justizakte nach dem fehlenden Tatnachweis nun endgültig geschlossen bleibt.




